"Rock'n'Roll will never die"

Das "Piccolo Finale" des Brechtfestivals - Patrick Wengenroth und Girisha Fernando interpretieren The Cure und Neil Young

Eher im kleinen Kreis, dafür umso emotionaler, endete am späten Sonntagabend im Hoffmannkeller das diesjährige Brechtfestival. Festivalleiter Patrick Wengenroth und Musikkurator Girisha Fernando an der Gitarre interpretierten die Gassenhauer "The Lovecats" von The Cure und "Hey Hey My My" von Neil Young mit den ikonischen Textzeilen "Rock'n'Roll will never die" und "It's better to burn out than to fade away", wobei Wengenroth die Gelegenheit nutzte, sich singend bei seinen Mitarbeitern zu bedanken.

Die meisten Gäste waren da leider schon gegangen, vermutlich nicht nur wegen des Sonntagabends, sondern auch, weil die letzte Aufführung des Festivals, "Gaz - Plädoyer einer verurteilten Mutter" in der Brechtbühne, laut Zuschauerberichten eine sehr eindrucksvolle und aufwühlende Inszenierung war, die nicht unbedingt für Partystimmung sorgte.

Bereits am morgigen Dienstag ist das Brechtfestival, das erste unter der neuen Leitung, Thema im Kulturausschuss. Dem Vernehmen nach stehen die Chancen nicht schlecht, dass Wengenroth bleibt, vor allem die Augsburger Grünen plädieren für einen Dreijahresturnus. Die Wengenroth-Fans dürfen sich also höchstwahrscheinlich auf zwei weitere Ausgaben mit dem 40-Jährigen "Zertrümmerer" freuen, der viel frischen Wind in den zuletzt sehr erstarrten Brechtbetrieb gebracht hat. Dass die Neue Szene zu diesen Fans gehört, brauchen wir wohl nicht mehr erwähnen. (flo)

Fotos: Christian Menkel

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