Preisgekrönte "Naturantypie"

Der Bezirk Schwaben hat einen der aktuell spannendsten Künstler der Region ausgezeichnet: Der Kunstpreis des Bezirks Schwaben 2017 wurde am Dienstag an Maximilian Prüfer überreicht.

Im Schwäbischen Volkskundemuseum Oberschönenfeld lobten Bezirkstagspräsident Jürgen Reichert und die Jury um Bezirksheimatpfleger Peter Fassl die Arbeiten. Der 1986 im oberbayerischen Weilheim geborene Prüfer zeichnet mit seiner selbstentwickelten Methode, der "Naturantypie", die Flügelschläge von Nachtfaltern, Fußabdrücke von Ameisen, Spinnen und Fliegen oder Schleimspuren von Schnecken auf. "Sichtbar bleibt das eigentlich Unsichtbare, der vergängliche Moment der Bewegung", betonte Jurorin Maya Heckelmann vom Künstlerhaus Marktoberdorf in ihrer Laudatio. "Prüfers Arbeitsweise bewegt sich zwischen Naturforschung, Wissenschaft und Kunst."

Der Kunstförderpreis, dotiert mit 5.000 Euro, wird alle zwei Jahre in Form eines Reisestipendiums vergeben. Es wird Maximilian Prüfer für einen zweimonatigen Aufenthalt in die Region Sichuan/China führen, die unter einem erschreckenden Umweltfrevel leidet: "Dort gibt es seit Jahrzehnten als Folge menschlicher Eingriffe keine Bienen mehr und Menschen müssen daher die Bestäubung von Bäumen übernehmen", so Prüfer. Im Anschluss sollen seine Nachforschungen an den neuartigen "Arbeitsbienen" in einer Einzelausstellung in der Schwäbischen Galerie in Oberschönenfeld präsentiert werden. (PM)

Foto: Andreas Lode

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