Online-Bewertungssysteme jetzt auch für Arbeitgeber und Arbeitsplätze

Online-Bewertungssysteme jetzt auch für Arbeitgeber und Arbeitsplätze

Längst sind sie Usus beim Einkaufen im Internet: Kunden-Bewertungen helfen und beeinflussen immer öfter die Kaufentscheidungen. Welches Smartphone ist besser, welcher Fernseher hat das beste Bild und welche Kaffeemühle mahlt extrafein? Immer öfter googlen Verbraucher sogar vor einem Einkauf im stationären Handel. Warum sollte das bei dem neuen Arbeitsplatz anders aussehen? Welche Erfahrungen teilen Mitarbeiter im Internet über das Betriebsklima und die Vergütung mit?

Erfolgreiches Arbeitgeber-Branding für die Suche nach Mitarbeitern.

Gerade größere Unternehmen haben sich im Laufe der Jahre eine eigene Marke als Arbeitgeber aufgebaut. Das Image ist besonders wichtig bei der Suche nach den besten Fachkräften. So glänzt das Unternehmen in seiner Selbstdarstellung nach außen und hat nur das Beste für den potenziellen, neuen Mitarbeiter zu bieten. Für Stellensuchende ist es daher nicht so einfach, die Spreu vom Weizen zu trennen. Nicht selten bereut der Neuzugang dann recht schnell, dass er seinen Job gewechselt hat. Doch das ist inzwischen vermeidbar, denn es gibt Mitarbeiterinformationen über zumindest die größeren oder auffälligen Unternehmen.

Arbeitgeber-Bewertungsportale: Subjektive Meinungen als Hilfe für objektive Entscheidungen?

Sie nehmen immer weiter zu und erhalten zugleich immer mehr Gewicht: Bewertungsportale wie Kununu, MyChef oder Glassdoor sollen inzwischen die Jobsuche von mehr als Dreiviertel aller Bewerber mit ihren Arbeitgeberbewertungen beeinflussen. Doch sind dort nicht nur wütende Ex-Mitarbeiter unterwegs?

Ein Jobwechsel ist oftmals wie ein Roulettespiel. Der Job wird gekündigt und der neue angetreten. Denn auch die Jobwahl kann ein Glücksspiel sein. Wer alles auf eine Farbe setzt, liest einen Online Casino Test , bevor er Geld setzt. Welches Casino akzeptiert Paypal, welches sind die besten Online Casino Spiele 2018?

Negative versus positive Bewertungen: Wie viel Einfluss sollten sie haben?

Wer für seine Karriere alles auf eine Karte setzt, sollte sich zumindest ebenso genau vorab erkundigen. In Europas größtem Bewertungsportal Kununu finden Interessierte 400.000 Unternehmen und zwei Millionen Bewertungen. Mehr als zwei Drittel davon sollen nach Angabe der Betreiber positiv sein. Das erlaubt den Rückschluss, dass nicht nur die unzufriedenen Ex-Mitarbeiter die Plattformen nutzen, sondern auch die zufriedenen Beschäftigten. Wirklich?

Die Arbeitgeber-Bewertungsportale lassen anonyme Beurteilungen zu. Damit wollen die Betreiber eine möglichst große Anzahl an ehrlichen Meinungen erhalten. Und die so offen wie möglich. Das wäre nicht möglich, wenn die Mitarbeiter ihre Namen nennen müssten. Andererseits öffnet der Schutz der Anonymität Tür und Tor. Es lässt sich viel leichter schimpfen. Aber auch die Unternehmen können sich unauffällig selbst Beurteilungen hinterlassen. Immerhin schaut knapp die Hälfte der registrierten Firmen nach den abgegebenen Stimmen.

Informationen mit gesundem Menschenverstand auswerten

Wie weit sind die Bewertungsportale dann bei einer Entscheidungsfindung hilfreich? Stellensuchende sollten nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen. Je mehr Beurteilungen für ein Unternehmen da sind, umso leichter lässt sich jedoch einschätzen, wie das Betriebsklima dort sein könnte. Unterschwellig vermitteln die meisten Profile dem Suchenden einen ersten Eindruck. Da die Kontrolle recht schwer fällt, sollten Bewerber einen Termin im Unternehmen ausgiebig nutzen und sich ein eigenes Bild machen. Aber vielleicht mit den Bewertungen im Hinterkopf, denn das sensibilisiert die ansonsten rosa-rote Brille vielleicht.

(pm / pit)

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