Einigung im Plakatstreit

Aufatmen bei den lokalen Veranstaltern: Im Streit um die Kulturplakatierung hat die Stadt Augsburg einen Kompromiss mit Vertretern der Szene gefunden.

Nachdem vor einigen Wochen die Zahl der Plakatständer reduziert und auf Locations mit einer Zuschauerkapazität unter 500 beschränkt worden war, ging ein Aufschrei durch die Szene, Orte wie der Kongress oder die Schwabenhalle waren damit außen vor. Ein peinlicher Fauxpas, der im Allgemeinen dem Baureferat zugeschrieben wird und nicht zuletzt die Popkulturbeauftragte Barbara Friedrichs unverschuldet in Erklärungsnöte brachte.

Nun hat die Stadt nach Gesprächen mit der "Club- und Kulturkommission", einem Zusammenschluss lokaler Veranstalter, eingelenkt. Die 500 städtischen Plakatständer (vorher 1200) stehen nun allen Kulturveranstaltungen zur Verfügung, Anzahl der Plakate pro Termin und Laufzeit werden beschränkt. Außerdem sollen erstmals Kleinstveranstalter eine legale Werbemöglichkeit bekommen.

"Der Erstentwurf war falsch", so Sebastian Karner von der Club- und Kulturkommission, "aber unsere Argumente wurden gehört. Wir hoffen, dass wir in Zukunft früher eingebunden werden." Einsichtig zeigte sich Stadtpressesprecher Richard Goerlich: "Wir haben aus Fehlern gelernt und gemeinsam mit den Kritikern ein Lösung gefunden."

Die 500 Edelmetallständer (siehe Foto unten) werden in den kommenden Wochen aufgestellt, die Kosten belaufen sich laut Angaben der Stadt auf ca. 220.000 Euro. Ab 01. Juli gelten die neuen Regeln, neben städtischen Veranstaltungen und Eigenbetrieben wie dem Zoo dürfen Events mit "überwiegendem Live-Anteil in Augsburg" beworben werden, so Ekkehard Schmölz, Leiter des Stadtmarketings, dessen Büro die Vergabe regelt. Der Kompromiss muss noch durch den Stadtrat, wie Stefan Schleifer vom Kulturreferat erklärte, große Widerstände werden demnach aber nicht erwartet. (flo)

Foto unten: Sebastian Karner

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