Viele Köpfe, viele Ideen

Unter dem Motto "Ideen statt Köpfe" hat der Augsburger Polit-WG e.V. sein Programm für die Kommunalwahl 2014 vorgestellt, das auf der Homepage eingesehen werden kann. Dass der Nahostkonflikt dabei nicht behandelt wird, wie bereits auf Facebook angemahnt, finden wir jetzt ehrlich gesagt gar nicht so tragisch. Auch dass bei einer im August 2013, also vor nicht mal einem halben Jahr, gegründeten Initiative manches noch nicht bis ins letzte Detail ausformuliert wurde, ist auch klar.

Um bei der Augsburger Kommunalwahl im März antreten zu können, braucht die Polit-WG, wie u.a. auch die Piraten, noch einige Unterstützerunterschriften, die im Bürgerbüro an der Blauen Kappe bzw. in den Stadtteilbüros bis 03.02. geleistet werden können. "Wir wollen die Stadt mit den Ideen vieler aktiver Bürger/innen verbessern, statt sie mit den inhaltsleeren Konterfeis von Spitzenkandidat/innen zu verschandeln – daher unser Motto 'Ideen statt Köpfe'", erklärt die Polit-WG.

Unter den WGlern finden sich viele bekannte Gesichter aus der Augsburger Kulturszene: Es kandidieren u.a. Karman-Konzertveranstalter Manfred Hörr, die Malerin Christine Klink, der DJ und Graphikdesigner Volker Stock, Kunstförderpreisträger Gerald Fiebig, Kreuzweise-Wirtin Tatjana Dogan, der Musiker Serge Davidov sowie Labelmacher, Sänger und Plattenmanufakturist David Jahnke (nicht im Bild). Die Polit-WG lädt jeden dritten Mittwoch im Monat zum offenen Treffen ein, nächster Termin: 15.01., 20.00 Uhr, City Club. (PM/flo)

Nachtrag: Man kann natürlich auch tagelang vor dem Bürgerbüro rumhängen und um Unterschriften betteln, aber ehrlich gesagt finden wir die beiden Politessen sehr viel sympathischer.

Foto (v.l.): Manfred Hörr, Martina Egger, Anil K. Jain, Ralf Erben, Rebekka Breth-Lubecki, Oliver Nowak, Lea Bergmeister, Christine Klink, Volker Stock, Gerald Fiebig, Tatjana Dogan, Martin Müller, Ali Benjamin, Serge Davidov, Christian Böld (Quelle: Polit-WG Augsburg)

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Kommentare

Aus dem Programm der Polit-WG zitiert: "...Der ÖPNV ist eine Grundvoraussetzung für die Mobilität in einer modernen Stadt. Er verringert den Feinstaubausstoß und den Lärm des Autoverkehrs erheblich. Damit auch alle Bürger*innen den ÖPNV nutzen können, muss die Beförderung unabhängig von den Einkommensverhältnissen geschaffen werden. Wir streben von daher ein Konzept an, welches die Finanzierung des ÖPNV als eine Aufgabe der Stadtgemeinschaft ansieht, und so einen Ausbau der Vernetzung in die umliegenden Stadtteile und das Umland anschieben kann..." Träumt weiter liebe Kulturschaffenden! Die Stadt Augsburg hat mittlerweile einen Schuldenstand von ca. 300 Mio. Euro und die VGA fährt jährlich 40 Mio. Verluste ein und wenn der ÖPNV umsonst sein soll, werden locker 100. Mio insgesamt und daraus. Aber dann kann man ja immer noch öffentliche Geldern vom Land bzw. vom Bund fordern.

mit Schulden argumentieren ist billig würde die Politik der letzten Jahre deiner ("Realist")Argumentation folgen, dann hätte es keine Erneuerung der Maxstraße geben dürfen, kein neues Pflaster in der Annastraße, keinen neuen Kö, keine städt. Förderung für Eishockey und Fußballarena, auch nicht für den Kongreß am Park, etc. Wer ist hier eigentlich der/die TräumerIn und was ist real bitteschön?

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