Wed 28 May, 2008
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Krankenversicherung: Kassen fahren Milliarden-Defizit ein
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Tue 11 July, 2006
Niemals geht man so ganz
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Wie mein Blogger-Kollege Michael aus Leipzig vorhin schrieb: Es ist schon alles gesagt.
Trotzdem möchte ich noch einmal unterstreichen: Das WM-Motto "Die Welt zu Gast bei Freunden" wurde von der Bevölkerung im ganzen Land wunderbar mit Leben gefüllt. Das ist (zusammen mit der überschwänglichen Begeisterung für die sportlichen Leistungen) sicherlich die beste Nachricht der letzten vier Wochen. Mich persönlich hat diese WM auch sehr begeistert und ich wünsche mir, dass sich Deutschland etwas von der positiven Stimmung und dem Optimismus für den Alltag bewahrt!
Schade, dass vier Wochen so schnell vorbei sind. Aber Fußballfans können sich bald wieder auf die Bundesliga stürzen. Und bis zur EM 2008 dauert es auch gar nicht mehr so lange.
Es hat Spaß gemacht, zusammen mit zehn anderen Bloggern die WM zu begleiten! Mein letzter Gruß geht hiermit an unsere Leser und meine Blogger-Kollegen. Ciao!
Übrigens, ich hasse Abschiede. Grauenhaft.
P.S.: Zum Abschluss erlaube ich mir noch, mein privates Blog zu verlinken.
Was nach der WM geschah
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20. Juli 2006: Jürgen Klinsmann (Foto) schockt die Nation mit seinem Rücktritt. "Dieser Schritt fällt mir wirklich schwer. Es waren zwei sehr schöne, aber auch anstrengende Jahre", sagt der Bundestrainer der Herzen per Videoschaltung aus Kalifornien. "Nun muss ich aber wieder an meine Familie denken. Die Arbeit eines Bundestrainers lässt sich auf Dauer nicht aus Amerika organisieren."
31. Juli 2006: Kurz vor seinem Abtritt als DFB-Präsident setzt sich Gerhard Meyer-Vorfelder bei der Trainerfrage durch: Christoph Daum (Foto) wird Klinsmann-Nachfolger. MV: Jeder verdient eine zweite Chance. Wenn einer motivieren kann wie Klinsmann, dann ist es Daum. Daraufhin treten Jogi Löw und Jens Lehmann sowie die Klinsmann-Jünger Lahm, Mertesacker, Huth und Hitzlsperger zurück.
16. August 2006: Beim ersten Länderspiel nach der WM fehlen Lukas Podolski und Bastian Schweinsteiger sie hatten sich bei der Trainingseinheit Über-heiße-Kohlen-laufen die Füße verbrannt. Das DFB-Team unterliegt mit Christian Wörns (Foto) und Jens Nowotny Schweden 0:2.
März 2007: Die Qualifikation für die Euro 2008 droht zu scheitern. Vor dem Spitzenspiel in Tschechien bildet der DFB ein Sondereinsatzkommando: Franz Beckenbauer kehrt als Teamchef zurück, Jürgen Klopp (Foto) übernimmt die Taktikschulung und Christoph Daum die teambildenden Maßnahmen. Real-Stürmer Miro Klose steuert beim erlösenden 8:0 in Prag sieben Treffer bei. Nach dem Abpfiff schlägt Torsten Frings allerdings Jan Koller nieder und wird als Wiederholungstäter für die Euro gesperrt.
November 2007: Eine Bürgerinitiative fordert vehement Klinsmanns Rückkehr. Der WM-Trainer sei ein großes Vorbild für Deutschland, die Gesellschaft und das politische Leben. Jeden Samstagnachmittag gehen Hunderttausende auf die Straße. Nachdem die große Koalition gescheitert ist, tritt die Bürgerinitiative bei der vorgezogenen Bundestagswahl an und überspringt auf Anhieb die Fünf-Prozent-Hürde. Klinsmann wird Sportminister, Löw (Foto) sein Staatssekretär. Es gibt eine tägliche TV-Pressekonferenz mit den beiden über die Stimmung im Land. Gemeinsam holen sie die WM 2010 nach Deutschland Südafrika kam mit dem Stadionbau nicht zurecht. Das Nationalteam wird direkt dem Sportministerium unterstellt.
Juni 2008: Sportminister Klinsmann setzt die Verjüngung der DFB-Elf konsequent fort und erlässt ein Gesetz, wonach kein Nationalspieler älter als 21 sein darf. Jens Lehmann (Foto), 38, erhält eine Sondergenehmigung. Nachdem die Generalprobe vor der Euro (gegen Luxemburg) misslingt, entlässt Sportminister Klinsmann Teamchef Beckenbauer sowie die Bundestrainer Klopp und Daum. Das stark verjüngte Team gewinnt daraufhin sensationell den EM-Titel.
Mein Plan für Deutschland
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Vorgestern war noch Endspiel, gestern schon Urlaub. Das verschiebt die Beantwortung meiner Frage, ob es ein Leben nach der WM gibt, zumindest noch um ein paar Tage. Der Alltag hat mich erst kommende Woche wieder. Jedenfalls, was war das Erste, das mir nach der Ankunft an meinem Urlaubsort in der Türkei ins Auge fiel? Natürlich, schwarz-rot-goldene Flaggen. Die WM war eben überall.
Mein Entschluss
Dass mich diese paar Wochen euphorisierten und elektrisierten, habe ich, denke ich, schon häufig genug angedeutet. Und deswegen ist in mir folgender Entschluss gereift: Die WM muss wieder nach Deutschland und zwar für immer. So furchtbar schwer kann das nicht sein. Ich habe auch schon einen Plan:
| So bewegend war die WM (2:10 min) |
| Video im Windows-Media-Format: DSL oder ISDN |
Meine Stufen eins und zweiSüdafrika kriegt das bis 2010 ja vielleicht gar nicht hin. Deshalb hat Franz Beckenbauer ja auch schon seine Unterstützung angeboten. Und das kann doch eigentlich nur heißen: Die Welt zu Gast bei Freunden, Teil 2! Zweifel? Der Franzl schafft das schon, hat ja bisher alles irgendwie hingekriegt. So, dann hätte wir mit Beckenbauers Hilfe die WM also schon zweimal in Folge ausgerichtet. Und da ja bekanntlich aller guten Dinge drei sind, stünde sie uns rechtmäßig noch ein drittes Mal zu. Logisch, oder!
Meine Stufe drei
2018 könnte die FIFA dann natürlich auf die blöde Idee kommen, der Welt wieder mal ein paar andere Stadien zu zeigen als Berlin, Dortmund und Nürnberg. Aber dann holen wir zum ultimativen WM-Schlag aus: Wir benennen einfach unser Land um, und zwar in FIFA-Fußball-WM-Republik Deutschland. Dann schieben wir der lieben FIFA noch ein paar Milliardchen über die Theke und sichern uns damit die Austragungsrechte für
sagen wir mal
ewig.
Das klappt schon
Und je länger ich darüber nachdenken, desto mehr glaube ich: Das müsste klappen! Also, auf gehts Deutschland. Hängt Euch rein. Wir haben wieder eine Vision. Der Wahnsinn geht weiter. Und nach der WM ist jetzt nur noch vor der WM.
| So bewegend war die WM (2:10 min) |
| Video im Windows-Media-Format: DSL oder ISDN |
Versuch einer persönlichen Bilanz
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Tja, es ist schwierig, die letzten Blogger-Worte zu finden. Eine Bilanz? Eine letzte Story? Etwas Weltbewegendes? Die Höhepunkte der letzten vier Wochen? Alles schon geschrieben.
Deshalb gibt es für mich eine Bilanz mit drei Ausrufe- und fünf Fragezeichen. Ich persönlich fand diese WM ein absolut gelungenes Volksfest, bei dem das Nebeneinander unterschiedlicher Heimatländer im Vordergrund stand - abgesehen natürlich vom sportlichen Aspekt! Das ist eine Visitenkarte, mit der sich Deutschland sehen lassen kann! Und es war ein Ereignis, über das wir Deutsche einmal nachdenken sollten! Muss man immer so obercool - sprich: unterkühlt - und fast arrogant sein? Kann man sich nicht auch freuen, wenn einmal etwas nicht hundertprozentig gut war, sondern eben "nur" der dritte Platz? Kann man nicht auch mit anderen Nationen gut auskommen und einfach nur das Leben genießen? Und: Ist es wirklich so schlimm "Flagge zu zeigen"? Ein gewisser Stolz auf Deutschland heißt doch noch lange nicht Extremist zu sein. Oder?
Soweit meine ganz persönliche Bilanz. Allen noch viel Spaß und danke an die geduldigen Leser.....
Ins Thermalbad
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Sensationeller Abschiedsdialog zwischen Klinsmann und Löw:
Klinsmann: "Wo gehst du jetzt hin?"
Löw: "Ins Thermalbad!"
Klinsmann: "Ins Thermalbad?"
Löw: "Da wollte ich vor zwei Jahren hin, als du mich angerufen hast."
Ein dpa-Korrespondent hatte zugehört.