AnglistenTheater: 3 shorts von Pinter und Beckett

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Montag, 28. November 2022 - 20:30
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Three Studies in Cruelty: unter diesem Motto zeigt das AnglistenTheater Ende November drei kurze Dramen, die sich mit Einschüchterung, Gewalt, politischer Repression und Terror auseinandersetzen. Die vier kurzen Szenen von Harold Pinters "Mountain Language" spielen in einem autoritär regierten Land, in dem Bergbewohnern der Gebrauch ihrer eigenen Sprache untersagt ist, in dessen Gefängnissen Häftlinge misshandelt und Frauen und Mütter, die sie besuchen, ungestraft drangsaliert und belästigt werden. Im Gegensatz zum realistischen Modus von Pinters "Mountain Language" sind Becketts kurze Einakter "What Where" und "Catastrophe" – das 1982 erstmals aufgeführte Stück ist dem damals im Gefängnis einsitzenden Vaclav Havel gewidmet – abstrakte, stilisierte Parabeln, die das Publikum mit einer Welt konfrontieren, in der die widerspruchslose Zurichtung von Menschen von gnadenlos-autokratischen Impresarios inszeniert wird.