Vorhang auf nach der Sanierung

Viele Jahrzehnte wurde auf dem Bühnenboden getanzt, gesungen und musiziert, nun musste er ausgetauscht werden. In einer viermonatigen Sanierungsphase wurden der Bühnenboden, die Sitztribüne und die Bestuhlung des Theaters im Kulturhaus abraxas erneuert. Zudem wurde die Arbeitssicherheit im Theater durch neue Traversen und Seilzüge für die Beleuchtung erhöht.

Die Baumaßnahme im Umfang von rund 350.000 Euro ist die größte Investition in das Haus seit seiner Übernahme durch die Stadt Augsburg im Jahr 1995. Die Modernisierung wurde vom Kulturfonds des Freistaats Bayern gefördert. Am 2. Oktober wurde das „neue“ abraxas Theater mit einem offiziellen Festakt eingeweiht. Einst war das abraxas ein Offizierskasino Das heutige Kulturhaus abraxas wurde 1936 als Offizierskasino der nationalsozialistischen Wehrmacht errichtet. Von 1945 bis 1994 nutzte es die US-Armee unter anderem als Freizeitzentrum.

In dieser Zeit erfolgte auch der Umbau zu einem Theater. Das Kulturamt der Stadt Augsburg betreibt das abraxas Theater seit 1995 als Mietbühne für Theaterensembles, Musikgruppen und Tanzcompagnien der freien Kulturszene. Seit 1998 fungiert es auch als Augsburgs Zentrum für Kinder- und Jugendtheater. Als solches ist es die feste Spielstätte der von der Stadt Augsburg institutionell geförderten Kindertheater-Ensembles FaksTheater, Junges Theater Augsburg, Klexs Theater, Moussong Theater mit Figuren sowie Theater Fritz und Freunde. Speziell für diese Gruppen, aber auch für die im abraxas beheimateten Festivals klapps Puppenspieltage, KlingKlangGloria, lab30 und die Gala der Preisträger des Internationalen Solo-Tanz-Festivals stellt die Investition in das Haus einen langfristigen Spielbetrieb sicher.

Unverzichtbare Anlaufstelle für die freie Kulturszene

„In den gut zwei Jahrzehnten seiner Nutzung durch die Stadt Augsburg hat sich das Kulturhaus abraxas zu einer unverzichtbaren Anlaufstelle für die freie Kulturszene der Stadt entwickelt“, erklärt Kulturreferent Thomas Weitzel. „Als feste Spielstätte der freien Kindertheater trägt es wesentlich zum großen Reichtum von Augsburgs Kindertheaterangebot bei, das weit über dem Durchschnitt vergleichbarer Städte liegt. Die Heranführung an das Theater, gerade auch im Rahmen der vielen Vorstellungen für Kitas und Schulen, ist ein zentraler Bestandteil von kultureller Bildung. Die Investition in die Zukunftsfähigkeit des abraxas ist daher nicht nur ein Bekenntnis der Stadt Augsburg zur freien Theaterszene, sondern auch zu ihrer Aufgabe, kulturelle Teilhabe für künftige Generationen zu ermöglichen.“ (pm)

Bild von links:
Der Leiter des Kulturhauses abraxas Gerald Fiebig und Kulturreferent Thomas Weitzel im erneuerten Theatersaal des Kulturhaus abraxas

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