Mozartfest Augsburg 2022: »State of the Art«

Mozartfest Augsburg 2022: »State of the Art«

· 5. bis 28. Mai 2022
· Thema: »State of the Art«
· 9 Konzerte: Klassische Musik und Ausflüge in andere Genres
· rund 140 internationale Künstlerinnen und Künstler zu Gast in Augsburg
· mit Weltstars wie Cameron Carpenter, Chamber Orchestra of Europe, Danish String Quartet, Avi Avital, François Leleux, Jess Gillam u. a.
· Eröffnung mit der »Freistil«-Reihe von Sarah Christian, Maximilian Hornung & Freunden
· im Programm: Mozarts Krönungsmesse, außerdem Werke von Beethoven, Britten, Schostakowitsch, Mahler, Glass, Björk, u.v.m.
· Spielorte: Kleiner Goldener Saal, Kirche Evangelisch St. Ulrich, Brechtbühne im Gaswerk, Kongress am Park

Ein Mozartfest mit Boxhandschuhen! Beim diesjährigen Mozartfest Augsburg beantworten vom 5. bis 28. Mai neben musikalischen Weltstars auch zwei Boxer die Frage, was im Jahr 2022 in der klassischen Musik »State of the Art« ist. Das internationale Festival in der Deutschen Mozartstadt Augsburg wagt dabei den ein oder anderen Blick über Genregrenzen hinweg und setzt auf die Magie der Begegnung mit herausragenden Künstlerinnen und Künstlern wie Cameron Carpenter, dem Chamber Orchestra of Europe, dem Danish String Quartet, Avi Avital, François Leleux, Jess Gillam und vielen anderen.

Mozart war in vieler Hinsicht das, was man heute als »State of the Art« bezeichnen würde. Doch was ist im Jahr 2022 eigentlich zeitgemäß in der klassischen Musik? Was ist visionär, revolutionär, ergreifend? Was macht bewegende Live-Momente aus? Wann bringen neue Impulse wirklich neue Erkenntnisse und wann sind sie bloße Effekthascherei? Das Mozartfest Augsburg präsentiert besondere Persönlichkeiten und Ensembles, die in ihrem Bereich Maßstäbe setzen, die die Grenzen des Gewohnten erweitern und verschieben, und die ihre Kunst aus einem tiefgreifenden und sehr individuellen Verständnis der Musik heraus betreiben.

»State of the Art«: Kunst der Performance und Kultur der Demokratie

»Die große Kunst der „Performance“ ist es, in einem Konzert nicht nur die Musik zu spielen, sondern dabei ein unwiederbringliches Live-Ereignis entstehen zu lassen, das von der direkten Interaktion zwischen Aufführenden und Publikum lebt. Die Künstlerinnen und Künstler des Mozartfestes kombinieren diese äußerst zeitgemäße Fähigkeit mit höchstem musikalischem Niveau und machen die Konzerte zu einzigartigen Erlebnissen, die unter die Haut gehen«, erklärt Simon Pickel, der Künstlerische Leiter des Festivals.

Augsburgs Kulturreferent Jürgen K. Enninger erkennt im diesjährigen Mozartfest-Motto noch eine andere Perspektive: »Mit „State of the Art“ beschreibt das Mozartfest in seinem doppeldeutigen Titel in diesem Jahr etwas, das man als Kultur der Demokratie bezeichnen könnte. Ein auf Kultur gegründeter Staat, der durch Kunstschaffen seine Bürgerinnen und Bürger stärkt im Umgang mit Politik, Gesellschaft und den Herausforderungen von außen. Gleichzeitig begeistert das hochkarätige Programm mit einem Feuerwerk an herausragenden Künstlerinnen, Künstlern und Ensembles. Diesem Doppelsinn wächst gerade in der gegenwärtigen Lage eine besondere Bedeutung zu. Herausragende Kunst, die zu Reflexion und Innehalten einlädt, und uns so für den Alltag stärkt.«

Mozartfest Augsburg 2022: Weltelite zu Gast in Bayerisch-Schwaben

Zu den prominentesten Namen im Programm zählt »Orgel-Rockstar« Cameron Carpenter, der mit seinen fesselnden Auftritten zeigt, wie im wahrsten Wortsinn schillernd die Königin der Instrumente sein kann. In seinem Konzert, gespielt an der neuen Orgel im Kongress am Park, erklingt neben Bachs Goldberg Variationen auch eine große Eigenkomposition, die alle Möglichkeiten des Instruments ausreizt.

Mit dem Chamber Orchestra of Europe ist eines der besten Orchester der Welt in Augsburg zu Gast. Oboist François Leleux ist dabei gleichzeitig Solist und Dirigent in einem Programm mit Bearbeitungen aus Zauberflöte und Don Giovanni sowie Werken von Haydn und Widmann.

Das Danish String Quartet zählt derzeit zu den innovativsten Ensembles der Streichquartett-Welt und definiert das Genre in seinen Auftritten völlig neu. Ihr Programm in Augsburg kombiniert Werke von Henry Purcell, Benjamin Britten und Wolfgang Amadeus Mozart.

Der Chor des Bayerischen Rundfunks und die Akademie für Alte Musik Berlin (»Orchestra in Residence« des Augsburger Mozartfests) bringen mit Mozarts Krönungsmesse eines der populärsten Werke Mozarts zu Gehör. Howard Arman ist dabei ein letztes Mal vor seinem Abschied als Chefdirigent des BR-Chors in Augsburg zu erleben.

Das Mozartfest Programm blickt bei der Erforschung dessen, was heute »State of the Art«
ist, auch über den Tellerrand des klassischen Konzerts hinaus. Etwa mit Avi Avital, dem ersten für den Grammy nominierten Künstler auf der Mandoline, der gemeinsam mit der Bayerischen Kammerphilharmonie neben eigenen Werken bekannte Konzerte von Mozart, Bach und Vivaldi auf seinem Instrument neu interpretiert. Oder mit der jungen britischen Saxophonistin Jess Gillam, der Sensation der »BBC Last Night of the Proms« 2018, und ihrer bezaubernden und bezwingenden Art zu »performen« und ihr Publikum dabei mitzureißen. In Augsburg steht Jess Gillam gemeinsam mit ihrem eigenen Kammerensemble auf der Bühne und hat dabei Musik von Björk, Meredith Monk, Will Gregory und Phillip Glass mit im Gepäck.

Apropos Boxhandschuhe: Mit dem wohl ungewöhnlichsten Programmpunkt wird das Mozartfest auf der Brechtbühne im Gaswerk des Staatstheaters Augsburg zu erleben sein: Der Hidalgo Box-Salon ist ein innovatives Musiktheater-Gastspiel, das 2020 beim Münchner Hidalgo-Festival für junge Klassik Premiere feierte und von der Kritik gefeiert wurde: In einem richtigen Boxring treten nicht nur die Sopranistin Andromahi Raptis (Staatstheater Nürnberg) und der Pianist und Bechstein-Preisträger Toni Ming Geiger gegeneinander an – sondern auch echte Boxer im Zweikampf samt Ringrichter. Entlang der Lieder von John Dowland und Kurt Weill ist die Produktion eine sinnliche inszenierte Umsetzung der Trauer und ihrer fünf Phasen (Verleugnung, Zorn, Verhandeln, Depression und Annahme) von Regisseur Tom Wilmersdörffer.

Eröffnet wird das Mozartfest Augsburg von der fest im Programm etablierten Kammermusikreihe »Freistil« von und mit Sarah Christian und Maximilian Hornung. Die beiden in Augsburg geborenen Weltstars präsentieren in ihrer Heimatstadt zwei eigens entwickelte Programme mit befreundeten Künstlerinnen und Künstlern. Die aufgeführten Werke sprengen einmal mehr die Grenzen des Gewohnten und reichen vom intimen Mozart-Klaviertrio über Beethovens »Septett« bis hin zur großen Symphonik: Die 15. Symphonie von Dmitri Schostakowitsch und Gustav Mahlers 1. Symphonie erklingen in Kammermusik-Bearbeitungen. (pm/max)

Aktuelle Infos und Tickets zum Mozartfest Augsburg unter: www.mozartstadt.de
Programminfos online und Start Vorverkauf am 31. März 2022.

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