Hundezählen

So manchem Nichthundebesitzer erscheint Augsburg nicht erst seit der Verleihung des "Goldenen Fressnapfs" als Hundehalterparadies. Laut dem Augsburger Kämmerei- und Steueramt sind in der Fuggerstadt allerdings "nur" 6.500 Wastls, Hassos und Lara-Joys angemeldet, also hat ungefähr jeder vierzigste Augsburger einen Hund daheim.

Womit wir bei der Dunkelziffer wären: "Leider haben wir in letzter Zeit festgestellt, dass bei Weitem nicht alle Hundehalter ihrer Verpflichtung nachgekommen sind, ihren Hund im städtischen Kämmerei- und Steueramt anzumelden und damit der Hundesteuer entgehen", schreibt Amtsleiter Franz Käsbohrer in einer Pressemitteilung.

Die Stadt Augsburg hat deshalb beschlossen, eine "Hundebestandsaufnahme" durchzuführen. Und zwar im ganz großen Stil: "Dazu werden in den nächsten Monaten sämtliche Haushalte im Stadtgebiet von Mitarbeitern der Firma adler-Kommunalservice Deutschland GmbH aufgesucht, die als Verwaltungshelfer für die Stadt tätig werden", so das Amt. "Sie werden durch Befragung den vorhandenen Hundebestand feststellen und brauchen dazu die Wohnungen und Häuser nicht zu betreten", erklärt Amtsleiter Käsbohrer. Davon erhofft man sich immerhin eintausend tierische Neubürger.

Die jährliche Hundesteuer in Augsburg beträgt 84 Euro für den ersten Hund im Haushalt, jeder weitere schlägt mit 120 Euro zu Buche, Kampfhunde gibt's für 840 Euro pro Jahr. Käsbohrer rät säumigen Hundehaltern, ihre illegalen Vierbeiner umgehend anzumelden, betroffene Halter müssen mit einer rückwirkenden Steuerfestsetzung und einem Bußgeldverfahren rechnen.

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