Rückblick auf eine historische NFL-Saison

Rückblick auf eine historische NFL-Saison

Der Staub um den 55. Super Bowl legt sich langsam. Am 7. Februar fand in Tampa, Florida, der Showdown der NFL-Saison 2020 statt. Mit 31:9 setzten sich die Tampa Bay Buccaneers unerwartet klar gegen Titelverteidiger Kansas City Chiefs durch und holten sich damit zum zweiten Mal seit ihrer Gründung den Meistertitel. Vorausgegangen war eine Saison, die in der Geschichte der Liga einzigartig war. Unter dem Schatten der Corona-Pandemie wurde häufig vor leeren Rängen gespielt, zahlreiche Spiele wurden verschoben und einige Events sogar ganz abgesagt. Trotz aller Widrigkeiten kann die Austragung der Saison aber als Erfolg für den Sport gewertet werden. Zeit für einen Rückblick.

Überraschungen auf dem Spielfeld
Zu Beginn der Saison hatte kaum jemand den Sieg der Buccaneers vorhergesehen. Überwältigender Favorit vieler Analysten waren die Chiefs, die auch bei den Quoten für NFL Wetten eindeutig die Nase vorne hatten. Aber Wetten wären kein Glücksspiel, wenn es nicht möglich wäre, daneben zu liegen. Die Chiefs gewannen zwar die Playoffs ihrer Division und gingen auch als Meister der American Football Conference hervor. Im Super Bowl wurden sie aber von den Buccaneers regelrecht überrannt. Auch andere Favoriten wie die Baltimore Ravens oder die Seattle Seahawks wurden den Erwartungen nicht gerecht.

Neue Regeln
Für die Saison 2020 waren ursprünglich einige kleinere Regeländerungen vorgesehen, wie sie in der NFL gang und gäbe sind. Unter anderem wurde eine Neuregelung bei der Spieluhr eingeführt, um Spielverzögerungen durch sogenannte Dead-Ball-Fouls zu verhindern. Zudem wurde die befristete Regelung zum Videobeweis für Punktspiele permanent gemacht. Zusätzlich wurden zu Beginn der Saison einige temporäre Regelungen eingeführt, um den Mannschaften den Umgang mit der Corona-Pandemie zu erleichtern. Unter anderem wurden flexiblere Regelungen für den Umgang mit verletzten Spielern und im Training beschlossen. Zudem wurde Spielern erlaubt, ungeachtet ihrer Verträge von ihrer Teilnahme an der Saison zurückzutreten.

Namensänderung der Redskins
Die Kontroverse um den Namen der Washington Redskins schwelt schon seit einigen Jahren, erreichte aber im Zuge der Black-Lives-Matter-Kundgebungen in den USA einen neuen Höhepunkt. Nachdem einige Ladenketten begonnen hatten, Redskins-Merchandise aus ihrem Sortiment zu nehmen und Investoren Sponsoren wie Nike oder Pepsi zur Kündigung ihrer Verträge aufgerufen hatten, beschloss das Management schließlich eine Änderung von Namen und Logo. Aktuell wird die Mannschaft unter dem Namen „Washington Football Team“ geführt, soll aber im Laufe des Jahres eine endgültige neue Bezeichnung erhalten.

Covid-19-Fälle
Trotz umfangreicher Maßnahmen zum Schutz von Spielern und Trainerstab kam es im Laufe der Saison immer wieder zu Ansteckungen mit dem neuartigen Coronavirus. Ende September wurden zehn Spieler und Angestellte der Tennessee Titans positiv auf das Virus getestet und alle Spiele der Mannschaft in den nächsten zwei Wochen wurden verschoben. Im Oktober traf es gleich vier Teams, darunter auch die Kansas City Chiefs. Insgesamt mussten sieben Spiele verschoben. Im November wurden elf Spieler der Baltimore Ravens positiv getestet und auch bei den Denver Broncos wurden einige Fälle festgestellt. Dass trotz täglicher Tests bei 32 Teams mit insgesamt deutlich mehr als 1.000 Spielern und Mitgliedern des Trainingsstabs nicht mehr Fälle festgestellt wurden, kann durchaus als Erfolg der Sicherheitsmaßnahmen gewertet werden.

Bild: Marcel De Grijs (Mactrunk - https://de.depositphotos.com/portfolio-1670531.html)

(PM / Pit Eberle)

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