Wird InvisiCharger wirklich in der Lage sein, traditionelle Ladegeräte zu ersetzen?

Schnurloses Laden ist bequem und kann relativ schnell sein, hat aber auch einige Nachteile. Das Aufladen über das Kabel kann wesentlich schneller erfolgen und drahtlose Ladedocks mit höheren Geschwindigkeiten sind teurer. Was bietet nun aber der InvisiCharger?

Features vom InvisiCharger

Eines der beliebtesten drahtlosen Ladegeräte auf dem Markt ist InvisiCharger. Es ist ein plattenähnliches Produkt, das Sie unter den Schreibtisch, den Tisch oder andere Plattformen legen. Es verwendet magnetische Resonanzkopplung, d.h. es handelt sich um eine Magnetplatte, die Sie unter die Oberfläche legen und die ohne Kabel funktioniert. Hierbei ist egal, ob es sich um einen Holz-, Glas-, Plastik-, Quarz- oder Granittisch handelt. Wenn Sie ein Smartphone aufladen möchten, lassen Sie es auf dem Tisch über dem InvisiCharger liegen.
Neben dem „Unsichtbarkeitsaspekt“ gibt es eine Reihe von weiteren Vorteilen. Der InvisiCharger verfügt über ein integriertes Kühlsystem, sodass er Smartphones über längere Zeiträume aufladen kann. Sie können ein Smartphone auch in einer Schutzhülle aufladen und müssen es somit nicht aus der Hülle herausnehmen. Das Produkt leuchtet blau, wenn es aufgeladen wird. Sobald es vollständig aufgeladen ist, schaltet es sich nach fünf Sekunden automatisch ab und Sie sehen dann weißes Licht.
Der Nachteil des Aufladens mit dem InvisiCharger ist, dass Sie das Smartphone nicht benutzen können, also kein Mario Kart spielen, kein Schweizer Online Casino besuchen oder Twitch-Streaming nebenbei ansehen können.
Der InvisiCharger kann ein herkömmliches Ladegerät für Telefone ersetzen, die den Qi-Ladestandard unterstützen. Das ist heute die große Mehrheit der neuen Telefone der oberen Preisklasse. Das Ladegerät hat einen Durchmesser von 130 mm, was bedeutet, dass Sie beim Auflegen eines Smartphones nicht genau sein müssen.
Es ist für kleinere und größere Telefone geeignet. Was Sie beachten müssen, ist die Ladedistanz: Diese beträgt 22 bis 32 mm, wobei Sie die Dicke des Tisches berücksichtigen müssen, wenn Sie den InvisiCharger platzieren.

Mit Kabel oder schnurlos?

Der InvisiCharger steht in starkem Wettbewerb mit allen Smartphone-Herstellern, die ihre kundenspezifischen drahtlosen Ladegeräte anbieten. Selbst Unternehmen, die traditionell nichts mit der Smartphone-Technologie zu tun hatten, steigen mit neuen Produkten ein. Das bemerkenswerteste Beispiel ist Ikea mit seiner Serie von kabellosen Ladegeräten, auch wenn die Geschwindigkeit bei mittelmäßigen 5W liegt.
Hingegen verfügt InvisiCharger über eine Ladeleistung von 10W, die mit der von Belkin, Logitech, Nanami, Anker und anderen spezialisierten Herstellern vergleichbar ist. Apple bietet ein kabelloses Ladegerät mit 15 W an, und Huawei geht auf 27 W, was eine wirklich respektable Geschwindigkeit ist.
Im Gegensatz zu kabellosen Ladegeräten haben die herkömmlichen Ladegeräte inzwischen eine noch nie dagewesene Geschwindigkeit erreicht. Xiaomi stellte 80W- und 120W-Ladegeräte vor, die das Telefon in 15 Minuten aufladen können. Auch der Chiphersteller Qualcomm verfügt über seine beeindruckende Quick-Charge-5-Technologie. Die Kehrseite des Schnellladeverfahrens ist, dass es die Langlebigkeit der Batterie beeinträchtigt.

Fazit: Potenzial, den Markt zu verändern

Induktionsspulen mit großer Reichweite sind ein neues Konzept unter den Smartphone-Ladegeräten. Die Kombination des drahtlosen Aufladens für den Qi-Standard mit der Bequemlichkeit, dass es keine Kabel für die Ladestation braucht, kann auf dem gesamten Markt Schockwellen erzeugen. Der wirkliche Indikator für die Umsetzung dieser Technologie wird sein, wenn mehr prominente Namen in der Industrie damit beginnen, ihre eigenen magnetischen Ladegeräte herzustellen. InvisiCharger muss sich noch in den Mainstream drängen. Vorerst ist es weder im Fachhandel in Deutschland noch in den Medien vertreten.

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