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der sohn
Bühne
Do 1 Okt 2026 - 19:30

Der Sohn

Schauspiel von Florian Zeller

Florian Zellers Familiendrama rückt ein hochaktuelles, oft tabuisiertes Thema ins Zentrum: jugendliche Depressionen und ihre Folgen. Das Inszenierungsteam möchte ein Zeichen dafür setzen, den Kampf gegen Depressionen anzugehen – als eine der häufigsten Krankheiten überhaupt, gerade bei Jugendlichen: »Wir wollen raus aus der Tabuzone und rein ins Leben mit diesem Drama, das trotz seiner Tragik als ein Plädoyer für das Leben verstanden werden kann«, so Regisseur David Ortmann.

Nach der Trennung der Eltern lebt der 17-jährige Nicolas bei seiner Mutter während sein Vater Pierre mit neuer Partnerin und Baby ein anderes Leben beginnt. Statt sich auf den Abschluss zu freuen, schwänzt Nicolas die Schule. Die Mutter ist ratlos. In der Hoffnung auf Besserung zieht Nicolas zu Pierre. Der nimmt sich Nicolas an und versucht mit allem, was ihm zur Verfügung steht, das Stieffamilien-Leben und seinen anspruchsvollen Job unter einen Hut zu bekommen. Die räumliche Nähe scheint zu wirken. Doch neue Konflikte entstehen. Nicolas verzweifelt zunehmend am Leben, Pierre entdeckt Narben auf dem Unterarm seines Sohnes. Man ahnt: Das ist mehr als jugendliche Rebellion. Nicolas braucht Hilfe. Können die Eltern das alleine leisten? Und wann ist es dafür zu spät?

David Ortmann inszeniert mit Florian Zellers »Der Sohn«, das mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet wurde, eine einfühlsame und tiefgründige Familiengeschichte über den Versuch, die psychische Krise eines Kindes zu bewältigen. Sie stellt Fragen, nach den Rollenerwartungen an Eltern und zeigt, wie uns Familie, deren Konflikt- und Kommunikationsweisen prägen.

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Die verlorene Ehre
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Regisseur Tom Kühnel inszeniert vor dem zeitgeschichtlichen Hintergrund der sich radikalisierenden politischen Bewegungen der späten 1960er- und 70er- Jahre eine ambivalente weibliche Heldin. Trotz Parallelen zum heutigen medialen Sensationsdurst setzt er dabei ganz auf den ursprünglichen Stoff.

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Katharina Blum sieht sich einer medialen Hetzjagd gegen ihre Person ausgesetzt, nachdem sie sich in einen angeblichen Mörder verliebt hat. Die Unverhältnismäßigkeit der polizeilichen Maßnahmen und die tendenziöse Berichterstattung gegen die junge Frau offenbaren ein zutiefst sexistisches System. »Die Gewalt von Worten kann manchmal schlimmer sein als die von Ohrfeigen und Pistolen«, sagte Heinrich Böll bereits 1974 in einem Interview.

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Mit ihrem autobiografischen Roman hat Iris Sayram, Juristin, Autorin und Journalistin, ihren Eltern ein ehrliches, anrührendes Denkmal gesetzt. Aufgewachsen in Köln in den 1980er und -90er Jahren erlebt Sayram ihre Eltern als glücklich: Sie haben wenig, aber sie haben einander, eine innig geliebte Tochter und den unbändigen Willen, ihr ein glückliches Zuhause zu schaffen.

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