Events

Julia Mossburger
Literatur
So 14 Jun 2026 - 11:00

„Brecht und Klabund: Aus dem klassischen China wird moderne Literatur geschöpft“

Vortrag und Lesung mit Julia Moßburger und Dr. Michael Friedrichs

Klabund (1890-1928) befasste sich in der Ablehnung des deutschen Militarismus früh mit klassischer chinesischer Lyrik, wofür er oft französische Übersetzungen benutzte. Schon 1915 veröffentlichte er ein Buch mit von Li Bai (701-762) inspirierten Gedichten. 1925 erzielte er mit seinem Kreidekreis-Drama, das auf einem chinesischen Stück von etwa 1280 beruht, einen sensationellen Bühnenerfolg. Auf diese Weise hat die klassische chinesische Dichtung deutschen Autoren geholfen, sich aus den Traditionen der deutschen Klassik zu befreien und einen frischen Zugang zu Fragen der Form, Sprache und Bildhaftigkeit zu finden. Das gilt auch für Brecht, der den acht Jahre älteren Klabund 1920 in Berlin kennenlernte. In sein Drama „Im Dickicht der Städte“ baute Brecht Anspielungen auf Laotse ein und befasste sich zeitlebens immer wieder mit chinesischer Dichtung, um Weltliteratur zu schreiben.

locations

Brechthaus

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Adresse

Brechthaus
Auf dem Rain 7
86150 Augsburg
Deutschland

Gedenkstätte für Bertolt Brecht

Foto: Stadt Augsburg

Brechthaus

Events in den nächsten 14 Tagen
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Di. 2 Jun 2026 - 18:30

Vortragsreihe von apl. Prof. Dr. Thomas Meyer, Gastprofessor für Jüdische Kulturgeschichte an der Universität Augsburg im Sommersemester 2026

Der am 26. März 1893 gegründete „Centralverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens“ (CV) gehörte zu den wichtigsten jüdischen Verbänden in der Weimarer Republik. Die Widerstandspolitik des CV wird der letzte Vortrag auch einen Blick auf die politischen Ausdifferenzierungen des deutschen Judentums vor der sogenannten „Machtergreifung“ der Nationalsozialisten am 30. Januar 1933 werfen.

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Thomas Bartsch
So. 7 Jun 2026 - 11:00

Der Lyriker Thomas Bartsch wechselt stilistisch bewusst zwischen romantisch-liedhaften Elementen und pointierender Reduktion. Der Autor scheut sich nicht, ohne unnötige Verzierungen Biografisches aufzugreifen. Erlebnissen von Naturverbundenheit, Resonanz und Einsamkeit gibt er ebenso Raum wie gesellschaftskritischen Betrachtungen. Bartsch schreibt unmittelbar emotional wie auch metaphorisch-abstrakt, ohne sich der Kunstform eines von seiner Person abgegrenzten Ichs zu bedienen. So entsteht zwischen seiner Wortkunst und dem Publikum eine dialogische Beziehung.

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