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Der depressivste Schwabe...
Wie die Techniker Krankenkasse (TK) nun herausgefunden haben will, hat Augsburg (Stadt und Landkreis) die höchste Depressionsrate in Schwaben. Durchschnittlich fehlt der hiesige Arbeitnehmer 1,1 Tage im Jahr - nicht wegen Baustellenverspätungen oder Grippe, sondern mit depressionsbedingter Krankschreibung. Darüber können die Neu-Ulmer nur lachen, hier sind's lediglich 0,6.
Generell ist man in Bayern aber eher zufrieden mit sich und der weißblauen Welt: Im bundesweiten Vergleich liegt der Freistaat knapp 15 Prozent unter dem Mittelwert, so die TK. Das liegt allerdings auch daran, dass der Bayer häufiger zur Tablette greift als Bewohner anderer Bundesländer, in Augsburg schlagen sich immerhin sieben Prozent der Erwerbstätigen mit Antidepressiva durchs Leben - in Kaufbeuren sind's 4,3 Prozent.
Deutscher Spitzenreiter in Sachen Depression ist übrigens nicht München oder Bielefeld, sondern der Landkreis Merzig-Wadern im Saarland mit 1,7 Fehltagen – eine Gegend mit sehr geringer Bevölkerungsdichte (zehnmal niedriger als Augsburg) und gaaaanz viel Wald. Der Umkehrschluss - Bäume raus, Menschen rein - funktioniert allerdings auch nicht, wie die Beispiele Hamburg (1,4) und Berlin (1,3) zeigen. (flo)






