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Tausend Jahre Modular
Das Rennen ist eröffnet: Wenn der Offene Brief zur Theatersanierung absichtlich kurz vor dem Modular abgeschickt wurde, hätte der Zeitpunkt nicht besser gewählt sein können.
Noch am Anfang der Woche versicherten u.a. die Theaterfreunde als Reaktion auf die Forderung nach einem Stopp bei der aktuellen Theaterplanung, man wolle städtisch geförderten Veranstaltungen und Gruppen nichts nehmen. Zur Modular-Eröffnung gestern konnte OB Kurt Gribl keine feste Zusage bezüglich des Festivals im nächsten Jahr machen und empfahl allen Ernstes, Stadträte über das Festivalgelände zu führen, um sie von der Veranstaltung zu überzeugen.
Nur zur Erinnerung: Für die Kosten der Theatersanierung könnte man relativ locker eintausend (!) Jahre lang jährlich ein Modular hinstellen. Man kann und sollte die beiden Sachen nicht so vergleichen, aber die Befürworter der aktuellen Theaterplanung haben genau das getan. Jetzt stehen auch sie im Wort.
Beim Modular arbeiten über 200 junge "Volunteers" ehrenamtlich, Vereine und Gruppen wie "Razed e.V." oder "Bring Your Own Elephant" bringen sich ohne große Bezahlung intensivst mit ein. Das Festival des Stadtjugendrings aus Kostengründen scheitern zu lassen, wäre – nicht nur, aber auch angesichts der Theatersanierung - ein gewaltiger Affront gegenüber Augsburgs Jugend. (flo)






