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Friedensfest 2026: Was ist UN_SICHERHEIT und für wen gilt sie?
Unter dem Motto UN_SICHERHEIT lädt das Friedensbüro der Stadt Augsburg vom 24. Juli bis 8. August 2026 zum Friedensfest Kulturprogramm ein, an dem Rund 60 Vereine, Organisationen und zivilgesellschaftliche Initiativen mitwirken – mit Theater, Workshops, Lesungen, Gesprächen, Stadtführungen und Konzerten.
Hier ein Ausschnitt aus dem Programm der nächsten Tage:
MONTAG, 27. Juli | 19.00 UHR „Sicher sind wir nicht geblieben“ – Antisemitismus nach dem 7. Oktober (Gespräch), Stadtbücherei
Die Publizistin Laura Cazés und die Autorin Shahrzad Eden Osterer sprechen am Montag, 27. Juli über Antisemitismus in Deutschland nach dem 7. Oktober 2023. Im Gespräch, moderiert von Franz Dobler, geht es darum, wie antisemitisches Denken demokratische Grundlagen untergräbt und was jüdische Menschen von der Mehrheitsgesellschaft brauchen, um sich sicher zu fühlen.
MONTAG, 27. Juli |19.30 UHR Lesung und Gespräch mit Autorin Lilli Tolkien („Mit beiden Händen den Himmel stützen“, Kresslesmühle
Die Debütautorin Lilli Tollkien stellt am Montag, 27. Juli im Gespräch mit Tina Lurz ihren Roman „Mit beiden Händen den Himmel stützen“ vor, in dem es u.a. um die Grenze zwischen Freiheit und Sicherheit geht.
DIENSTAG, 28. JULI | 19:30 UHR — 21:30 UHR
„INNERE SICHERHEIT“ – EIN DOKUMENTARTHEATERSTÜCK ZUM THEMENKOMPLEX NSU 2.0
von Marie Schwesinger, Kulturhaus Abraxas
„Innere Sicherheit“ rekonstruiert den NSU-2.0-Komplex – basierend auf Gerichtsprotokollen und Interviews. Drohbriefe aus dem Inneren des Polizeiapparats, gerichtet an Anwältinnen, Politikerinnen, Künstlerinnen. Wo sind wir sicher, wenn die Bedrohung aus dem System selbst kommt? Premiere war im Mai 2024 in Frankfurt.
Marie Schwesinger, geboren 1988 in Hamburg, verbindet dokumentarische Recherche mit politischem Theater und untersucht gesellschaftliche Konflikte und Erinnerungskultur. Sie arbeitet u.a. am Schauspiel Frankfurt und am Berliner Ensemble, wo sie zuletzt mit »Sturm auf Berlin« einen dokumentarischen Theaterabend über den Gerichtsprozess gegen die Reichsbürger-Gruppe Reuß auf die Bühne brachte.
Mittwoch, 29. Juli | 17.30 bis 20.30 Uhr UNSICHERHEIT FÜR WEN?
Friedenslogik und Unsicherheitslogik kritisch reflektieren
Workshop im Hollbau im Annahof
Veranstalter: Transferzentrum Frieden der Universität Augsburg u.a.
Donnerstag, 30. Juli, Villa Schoene Felder: Szenische Lesung: „Schlafquartier – Obdachlosigkeit In deutschen Großstädten“
In dem gleichnamigen, seit 2015 fortlaufenden Langzeitprojekt richtet der Fotograf Lars Klingenberg den Blick genau auf die Schlafquartiere, die für viele Menschen zu einem vermeintlichen Ort der Sicherheit werden: Überdachte Hauseingänge, Nischen, Passagen, Grünanlagen. Die szenische Lesung zeigt einen Ausschnitt aus seinen dokumentarischen Fotografien und verbindet diese mit persönlichen Erfahrungsberichten, O-Tönen und Essays aus seinen Recherchen. Im Anschluss Publikumsgespräch.
Freitag, 31. Juli: „Schattenleben“ – Menschen ohne Papiere erzählen
Die mehrfach ausgezeichnete Comiczeichnerin Lisa Frühbeis und der Journalist Jonas Seufert (DIE ZEIT, Süddeutsche Zeitung, ARD, ZDF) lesen am Freitag, 31. Juli aus ihrem im Juni erschienen Comic-Buch „Schattenleben", an dem sie fünf Jahre intensiv gearbeitet haben. Darin geht es um Menschen ohne gültige Papiere.
Ausstellung „Jahrgang 2008“ bis 9. August
Die Fotografin Ella Seeger begleitet für ihr fotodokumentarisches Projekt „Jahrgang 2008“ junge Menschen, die im Jahr 2026 zum ersten Mal den Fragebogen zur Wehrbereitschaft erhalten, während politisch über ihre Zukunft entschieden wird. Die Ausstellung in der Villa Schöne Felder ist vom 25. Juli bis 9. August zu sehen.
Und viele weitere bis 8. August.
Überblick
Einen Überblick zu den Veranstaltungen gibt es auf friedensfest-augsburg.de im digitalen Kalender oder zum Download als Programmheft im Pressebereich. Das gedruckte Programmheft ist an den üblichen Auslagestellen, u.a. in der Bürgerinfo, erhältlich.






