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Kostenlose Führung in der Halle 116
Geschichte, die berührt
Am 25. Januar findet im Erinnerungs- und Lernort „Halle 116“ eine kostenlose Führung statt.
Start: 11:30 Uhr – keine Anmeldung nötig
Die Ausstellung öffnet Türen zu bewegenden Geschichten, die im Gedächtnis bleiben.
Karl-Nolan-Straße 2–4, Augsburg
Weitere Infos auf: halle116.de
Die Geschichte der Halle 116
Die Halle 116 in Pfersee wurde zwischen 1935 und 1937 als Teil einer Luftnachrichten-Kaserne der Wehrmacht errichtet und zunächst als Fahrzeuggarage genutzt. 1944 wandelten die Nationalsozialisten das Gebäude in ein Außenlager des KZ Dachau um. Bis zu zweitausend Häftlinge waren dort gleichzeitig unter menschenunwürdigen Bedingungen inhaftiert und wurden zur Zwangsarbeit, vor allem bei der Messerschmitt AG, gezwungen.
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs nutzten die amerikanischen Besatzer die Anlage weiter, ehe sie 1998 an die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben fiel. Anfang 2020 erwarb die Stadt Augsburg das Gebäude, um dort in Zusammenarbeit mit einer zivilgesellschaftlichen Arbeitsgruppe einen Erinnerungs- und Lernort einzurichten.
Die Ausstellung widmet sich der Augsburger Zeitgeschichte im 20. Jahrhundert. Sie beleuchtet den Aufstieg des Nationalsozialismus, die Militarisierung der Stadt und Augsburgs Rolle als bedeutendes Rüstungszentrum ebenso wie die Verfolgung und Ausbeutung von Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern sowie die KZ-Außenlager im Stadtgebiet.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Nachkriegszeit und der amerikanischen Besatzung, die Augsburg nachhaltig prägte. Ein Epilog zur „Friedensstadt Augsburg“ lädt dazu ein, Themen wie Widerstand, Propaganda und Demokratie an interaktiven Stationen zu vertiefen.






