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Als Wolf gesprungen...
Klassischer Fall von 'Da war mehr drin': Das Sommertheaterstück des Sensemble Theaters, "Wolf sein" von Bettina Wegenast, zeigt wenig Biss, auch wenn Zähne eine wichtige Rolle spielen.
Nach dem Tod des Wolfs bewirbt sich Schaf Kalle um den Posten und es kommt, wie's kommen muss. Schaf René muss als Erster dran glauben, wird von Schaf Locke zunächst verraten, dann gerettet, der Jäger (alias Locke) schaut vorbei und Kalle will kein Wolf mehr sein. Und am Ende fragt man sich, warum dieses Rotkäppchen im Business-Zwirn – alles geschieht unter dem großen Firmenschild der 'Wolfsein AG' – so harmlos bleibt.
Dank der drei Darsteller sieht man aber gerne darüber hinweg, Kerstin Becke, Birgit Linner und Daniela Nering (v.l.) spielen routiniert unterhaltsam, Regisseur Jörg Schur belässt es bei sanften, auf der Hand liegenden Anspielungen auf die "Spielregeln in unserer Gesellschaft" (Programmheft). Man muss ja nicht immer die Welt retten, das lockere Sommertheater mit vielen guten komödiantischen Einfällen nimmt den bequemen Weg am Waldrand und lässt fröhlich pfeifend das Dickicht Dickicht sein. Kann man machen.
Die Premiere fand am Samstag, 29.06., witterungsbedingt im Sensemble statt, die weiteren Termine auf der Open-Air-Bühne Jakoberwallturm: 05./06./12./13./19./20./26.07.; 02./03./09./10.08. Wetter-Tel: 0821 34 94 666.
Foto: Sensemble






