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"Ein Apokalyptiker, der das Leben preist"

Hoher Besuch im Theater: Auf Einladung der Uni kommt der Autor Christoph Ransmayr nach Augsburg...

Vor gut 20 Jahren hat mir im Grauen Adler eines Abends ein junger Augsburger Literaturschaffender "Die letzte Welt" von Christoph Ransmayr empfohlen. Ich weiß leider nicht mehr, wie der Mann hieß – aber ich bin ihm heute noch dankbar für die Entdeckung dieses Romans über das Schicksal des verbannten römischen Dichters Ovid.

Der österreichische Autor Christoph Ransmayr ist ein Meister der Erzählung, der wunderbar unaufgeregt, aber höchst fesselnd realistische und fantastische Elemente verbindet. Oder wie es Matthias Mayer, Inhaber des Lehrstuhls für neuere deutsche Literaturwissenschaft, formuliert: "Ransmayrs Werke zeigen eine von Respekt und Neugier geprägte, gewissenhaft und melodisch versprachlichte Wahrnehmung."

Der "Apokalyptiker, der das Leben preist" (Marcel Reich-Ranicki) hat neben unzähligen Auszeichnungen 2004 den Brecht-Preis der Stadt Augsburg bekommen. Auf Einladung der Uni kommt der 59jährige am 26. November ins Theater Augsburg (Beginn: 19 Uhr, Eintritt: 5 Euro), um aus seinem aktuellen Roman "Atlas eines ängstlichen Mannes" zu lesen. Schon wieder ein Grund, danke zu sagen... (flo)

Foto: Wolfgang H. Wögerer

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