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Kultur

Ein Büro für Leo und Wolfi

Augsburg sucht einen Leiter fürs Mozartbüro. Im Kulturamt soll nun auch das berühmte Vater-Sohn-Duo seinen städtischen Vertreter bekommen...

Die Stadt Augsburg sucht ab sofort einen Leiter für das Mozartbüro. Mozartbüro? Richtig gelesen, nachdem im Kulturamt schon der Frieden und der Pop ihre Räumlichkeiten und personellen Vertreter gefunden haben, soll nun auch das berühmte Vater-Sohn-Duo Leopold und Wolfgang seinen Ansprechpartner bei der Stadt bekommen, der "zunächst" in den Räumlichkeiten in der Bahnhofstraße untergebracht wird.

Die zahlreichen Augsburger Mozart-Akteure unter einen Hut zu bringen, wurde schon des Öfteren versucht, zuletzt riet eine Studie der Münchner Agentur "Actori" zur Einrichtung einer "Service-Zentrale für Marketing und Veranstaltungsbetreuung". Kulturreferent Thomas Weitzel erläuterte bei einer Pressekonferenz am Mittwoch die Zielsetzung der Stelle: Erstellen eines Jahresspielplans, Ticketing, Absprachen der Akteure untereinander, Marketing, koordinierter Auftritt, Leitung und Organisation des Deutschen Mozartfestes sowie des im dreijährigen Turnus stattfindenden Violinwettbewerbs Leopold Mozart, alles in "enger Zusammenarbeit" mit dem Leopold-Mozart-Zentrum der Uni Augsburg (LMZ).

Die Erwartungen sind hoch, das etwas chaotische Erscheinungsbild der "Mozartstadt Augsburg" vor allem auch nach außen zu ordnen. Das zeigte nicht zuauch die prominente Besetzung der Pressekonferenz, an der neben dem Referenten auch OB Kurt Gribl, Kulturamtsleiterin Elke Seidel und Paul Waning, Vorsitzender des Leopld-Mozart-Kuratoriums, einem Zusammenschluss von "Freunden und Förderern" des LMZ, teilnahmen.

Man will "Irritationen abbauen und noch schlagkräftiger im Wettbewerb der Städte werden" (Weitzel), "konkreter und konzentrierter auftreten" (Gribl), die "Marke Mozart noch bekannter machen" (Waning), "Operatives zusammenbringen und Inhaltliches harmonisieren" (Weitzel). Auch die privaten Veranstalter, allen voran das Festival "Mozart@Augsburg" und die Bayerische Kammerphilharmonie seien eingebunden und "glücklich" (Gribl). Das ist zumindest zu hoffen, schließlich sollen die Akteure auch an der Finanzierung des Büros beteiligt werden.

Die Bewerbungsfrist geht bis 29.01. Eine Besetzung der laut Weitzel "sehr interessanten Stelle im kommunalen Bereich" soll möglichst bald erfolgen. Wen's interessiert: Die Ausschreibung findet ihr hier. Wir wünschen gutes Gelingen! (flo)

Foto: KW Neun

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