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Charlie.... Das Tagebuch der Anne Frank... Gedenken an die Shoa...
Anlässlich des 80. Jahrestags der Befreiung vom Nationalsozialismus hat das Staatstheater Augsburg eine Reihe besonderer Veranstaltungen auf dem Spielplan
»Wie schön ist es, dass niemand einen Moment warten muss, um die Welt zu verbessern.« (Anne Frank)
Anlässlich des 80. Jahrestags der Befreiung vom Nationalsozialismus, des Endes des Zweiten Weltkriegs und der Befreiung von Auschwitz hat das Staatstheater Augsburg eine Reihe besonderer Veranstaltungen in seinem Spielplan. Zudem kehrt das beliebte Tanztheater rund um den Schauspieler und Komiker Charlie Chaplin auf die Bühne zurück – jenen Künstler, dem wir unvergessene Werke wie »Der große Diktator« verdanken.
Wieder da: »Charlie«
Tanztheater von Ricardo Fernando
1.2.2025 19:30 Uhr | martini-Park
Mit »Charlie« zeigt Chefchoreograf Ricardo Fernando wie nah sich Stummfilm und Bühnentanz sind: Beide kommen ohne Worte aus, sind perfekt auf die begleitende Musik abgestimmt und erreichen mit oft kleinsten Mitteln die größtmögliche Wirkung. Prägnante Mimik und pointierte Bewegungen, stets kontrastierend mit großen Gesten und theatralem Ausdruck, slapstickartig aber nie lächerlich. Der Abend versteht sich als Hommage an die Ikone Charlie Chaplin und entführt das Publikum in eine Welt zwischen Realität und Fantasie.
Wieder da: »Das Tagebuch der Anne Frank«
Monooper in zwei Teilen von Grigori Frid
1.2.2025 19:30 Uhr | martini-Park
Die junge Berliner Regisseurin Nora Bussenius inszeniert diese ca. einstündige Oper, in der Grigori Frid mit lautmalerischer, emotionaler Musik das Leben des jüdischen Mädchens Anne Frank nachzeichnet, das sich mit seiner Familie in einem Amsterdamer Hinterhaus vor den Nationalsozialisten versteckte. Ihre Inszenierung von »Das Tagebuch der Anne Frank« wird eine Befragung wie man das Klischeebild ablegen kann, um sich nicht zu scheuen, die Augen zu öffnen, dem Abgrund zu begegnen und die Kraft der Gedanken neu zu entdecken.
Gedenken an die Schoa
Texte und Gespräche
2.2.2025 15:30 Uhr | Foyer brechtbühne
Zum 80. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz und im Vorfeld der Vorstellung von »Das Tagebuch der Anne Frank« lädt das Staatstheater Augsburg im Foyer der brechtbühne ab 15.30 Uhr (bis ca. 17.00 Uhr, Einstieg jederzeit möglich) zu einem Raum der Reflexion ein. Eine Hörstation präsentiert Theaterstücke zur Schoah, die israelische Perspektiven beleuchten. Theatermacher Matthias Naumann und Dramaturgin Sabeth Braun diskutieren mit dem Publikum, während eine Leseecke sowie Snacks und Getränke zum Austausch einladen.
»Gedenk_mal Box«
Workshopreihe mit Aktionskunst für ein lebendiges Erinnern
Im Februar startet ein neues, groß angelegtes Projekt zum Mitmachen, initiiert von Plan A am Staatstheater Augsburg. Unter dem Titel »Gedenk_mal Box« finden zahlreiche Workshops mit Aktionskunst statt, die das Thema Erinnerungs- und Gedenkkultur aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchten und auf den Prüfstand stellen. Für die Leitung konnte der renommierte Autor und Theaterpädagoge Lorenz Hippe gewonnen werden. Zum Einstieg in das Projekt wird ein Infotermin per Zoom am 3.2.25 angeboten. Die erste öffentliche Aktion findet am 19.2. im Rahmen der Veranstaltung »Wie an Hanau erinnern?« in der Augsburger Kresslesmühle statt. Es gibt insgesamt sechs Workshops. Interessierte können sich für einen oder mehrere Workshops anmelden. Die Teilnahme ist für alle ab 16 Jahren möglich und kostenlos.
»Wandelbar«
4. Sinfoniekonzert
3.2.2025 20:00 Uhr | Kongress am Park
Oliver Triendl geht gern auf Entdeckungsreise nach in Vergessenheit geratenen Schätzen des Klavierrepertoires. Dazu gehört auch das wenig bekannte, klangvolle Klavierkonzert des Ungarn Antal Doráti. Eingerahmt wird es im 4. Sinfoniekonzert von zwei Meisterwerken des großen Sinfonikers Johannes Brahms. Die musikalische Leitung hat GMD Domonkos Héja.
Tickets und weitere Infos:
www.staatstheater-augsburg.de






