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"Der Slam wird erwachsen"
So kann man es auch ausdrücken: Mit den Worten "Der Slam wird erwachsen" kündigt Mühle-Chefin Gabriele Spiller ein neues Format an und versucht, den Verlust eines Klassikers zu erklären. Den Wechsel des Augsburger Poetry Slams "Lauschangriff" von der Kresslesmühle in die Brechtbühne beschrieb Spiller bereits beim Tag der offenen Tür am vergangenen Wochenende als Weggang eines erwachsenen Kindes, dem man natürlich alles Gute wünsche.
Als Ersatz hat das Kulturhaus in der Altstadt nun Kollegen aus der Landeshauptstadt engagiert, die Schwabinger Lesebühne Schaumschläger. "Lesebühnen haben sich als Weiterentwicklung von Poetry Slam etabliert", so Spiller, die natürlich die Fuggerstädter Autoren nicht aussperren will: "Die Einbindung Augsburger Wortkünstler wird ein zentraler Bestandteil dieser Abende sein."
Die Schaumschläger, deren Mitglieder schon des Öfteren in Augsburg zu hören waren, gastieren wöchentlich in der Schwabinger Kultlocation Vereinsheim - und ab Januar kommenden Jahres monatlich in der Mühle. "Wir freuen uns sehr und hoffen, dass wir viele Autoren, Künstlerkollegen, Fugger und Gaukler gewinnen können, bei unserer Show mitzuwirken", so Schaumschläger Moses Wolff ("Der Wildbach-Toni") über das kommende Engagement. Die Show soll immer mittwochs in der Mitte des Monats stattfinden. (flo)
Das Foto zeigt die Schaumschläger-Stammautoren Michael Sailer und Moses Wolff (v.l.)






