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Von der Kunst, ungekünstelt Kunst zu machen
Augsburgs Off-Location-Historie ist um ein spannendes Kapitel reicher. Zwei Tage lang wurde am vergangenen Wochenende ein früheres Direktionsgebäude beim Gaswerk zum Kunstlaufhaus.
"Ars Dilettanti" bot drei Stockwerke voll mit der ganzen Kunstbreitseite: gemalt, gelesen, gespielt, gefilmt, gezeigt, geschüttelt, gerührt – oft ironisch und nicht ganz bierernst, aber immer interessant, überraschend und den zweiten Blick lohnend. Bei den rund 30 Teilnehmern trafen Beginner auf Profis, Einheimische auf Angereiste, Dilettanten auf Delektanten, die Grenze zwischen U- und E-Kunst wurde spätestens an der Bar komplett verflüssigt. Zum lockeren Gespräch gab's Livemusik von Singer-Songwriter über Bluespunk bis Discodance und Benny Hofers vollmechanischer Sequenzer "Bam Bam" wurde einer der vielen Stars der "Kunstansammlung".
Mit viel persönlichem Einsatz und noch mehr Liebe haben die "Direktoren" - Christoph Sauter, Hilde Strobl, Florian Freyer, Tobias Sommer sowie die Musicmates Martin Schmeisser und Christoph Elwert - einen Event hingestellt, der, von Crowdfunding und Spenden getragen, sicher einer der schönsten in der Reihe der außer der Reihe Tanzenden war.
Sollte die Politik Fragen haben: Es wäre schon viel gewonnen, eine Anlaufstelle für solche Aktionen zu schaffen, mit den nötigen Infos, Ansprechpartnern und einem gewissen Entgegenkommen der Ordnungsbehörden. Den Rest bauen sich die "Jugendlichen" auch gern mal selber auf..
Ausgiebig geknipst hat der bisweilen etwas gehetzt wirkende Kollege der AZ, die Fotos findet ihr hier.
Foto oben: Ars Dilettanti






