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Der König fragt - wir antworten!
Und hier sind wir mit der zweiten Ausgabe unserer neuen Serie: Der König fragt – wir antworten.
Beim ersten Mal interessierte sich das inoffizielle Stadtoberhaupt für die Hintergründe unserer Kolumne "Gögginger Brückendeckung", diesmal bewegt ihn eine etwas philosophischere Frage, die Redakteur Marcus Ertle zu beantworten versucht:
Der König fragt: Wie viele Menschen von Hundert sind Ärsche?
Lieber König,
diese Frage ist nicht so einfach zu beantworten, wie man zunächst denken würde. Das Problem mit den Ärschen ist, dass zwar jeder meint, es gäbe eine allgemeingültige Definition von Ärschen, die von allen Menschen geteilt wird, aber viele, die diese Definition teilen sollen, sind ja selbst Ärsche.
Vielleicht ist es auch sinnvoll, die Ärsche zu unterteilen in Vollzeit– und Teilzeitärsche, man kann dann ja einen Mittelwert bilden. Sicher ist, dass wir selbst natürlich nie Ärsche sind, die Ärsche, das sind immer die anderen. Die Ärsche wissen mehrheitlich vielleicht nicht mal, dass sie welche sind, aber das bleibt Spekulation. Ich mache mir jetzt nicht die Mühe, die Natur der Ärsche definieren zu wollen, denn ihre Erscheinungsformen sind manigfaltig, glücklicherweise vereint sie alle die Eigenschaft, dass sie für die anderen Menschen (oder auch die anderen Ärsche) nervig, schlimmstenfalls auch quälend oder sogar zerstörerisch sind.
Es beginnt beim Vordrängler an der Supermarktkasse, ein Arsch-Typus, den ich seltsamerweise seit Ewigkeiten nicht mehr erlebt habe, oder doch halt, neulich an der Wursttheke, so eine Ärschin. Und es endet beim Chef, der seine Machtposition ausnutzt, um seine Angestellten zu demütigen. Sie alle gehören zur großen Familie der Ärsche und um Ihnen doch noch eine Zahl zu nennen: In manchen Situationen neige ich zur Vermutung, dass es um die 97 sein dürften. Dann, in gnädigen oder glücklichen Momenten, und dieser Moment gerade ist so einer, tendiere ich zu einer Zahl um die 30.
Schöne Grüße
me






