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Hoch die Tassen: Der Kinkster kommt!
Um es mit Clint Eastwood zu formulieren: Es gibt zwei Arten von Stiefeln, die einen kommen durch die Tür, die anderen durchs Fenster. Will sagen: Manche Künstler sind öfter in der örtlichen Stadthalle als deutsche Bobfahrer auf dem Siegertreppchen, andere bekommt man hierzulande vielleicht ein-, zweimal im Leben zu sehen. Ein klarer Fall von Letzterem ist Richard Samet "Kinky" Friedman.
Mehr Legende geht kaum: Kinky Friedman, der bekennende Texaner mit jüdischen Wurzeln, war als Kind schon ein Schachtalent, diente im Peace Corps, gründete Anfang der Siebziger seine Countryband The Texas Jewboys, war mit Bob Dylan auf Tour, holte als Gouverneurskandidat im Jahr 2006 satte 13 Prozent, schrieb mehrere Romane und etliche Kolumnen, spielte in "Texas Chainsaw Massacre 2", vertreibt Tequila und Zigarren und antwortete einmal auf die Frage nach seiner Haltung zur Homoehe: "I support gay marriage. I believe they have a right to be as miserable as the rest of us." Verheiratet war er nie.
Sein bekanntestes Lied dürfte "They Ain't Makin Jews Like Jesus Anymore" sein, einer seiner Buchtitel lautet "You Can Lead A Politician To Water, But You Can't Make Him Think". Zu seinen Freunden und Fans zählen Präsidenten von Clinton bis Mandela, in Deutschland haben nicht zuletzt Wiglaf Droste und der Augsburger Autor Franz Dobler den "Kinkster" bekanntgemacht.
Warum wir euch das alles erzählen? Kinky Friedman kommt im Februar nach Bayern! Die Fuggerstadt lässt er zwar aus, aber immerhin hat das Stadttheater Landsberg die Chance erkannt und den Siebzigjährigen verpflichtet. Mit Unterstützung des Zündfunks gibt der Kinkster am 22.02. ein Konzert in der Stadt am Lech, Karten gibt's ab sofort hier: www.stadttheater-landsberg.de. (flo)
Foto: Brian Kanof/www.kinkyfriedman.com






