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Augsburger Aktionstage für Gleichberechtigung
Veranstaltungen und Aktionen rund um den Equal Care Day am 1. März, Equal Pay Day am 7. März und den Internationalen Frauentag am 8. März
▪ Ausstellung mit Aktion zum Equal Care Day am 1. März
▪ Augsburger Equal Pay Day-Bündnis informiert am 7. März auf dem Königsplatz
▪ Vielfältige Veranstaltungen und Aktionen zum Internationalen Frauentag am 8. März
▪ OB Eva Weber: „Damit echte Gleichberechtigung zur Norm wird“
▪ Frauenempfang der Oberbürgermeisterin
Dass die gelebten Geschlechterrollenbilder sich auch heute noch sehr unterschiedlich auswirken, zeigen verschiedene Aktionstage im März: Der Equal Care Day am Samstag, 1. März macht auf die ungleiche Verteilung von Sorgearbeit und damit einhergehende höhere Teilzeitquote von Frauen aufmerksam. Die unbezahlte Sorgearbeit ist eine der Grundlagen für den Gender Pay Gap, der geschlechtsspezifischen Lohnlücke.
Mitmach-Aktionen und Workshops
Der Equal Pay Day am Freitag, 7. März behandelt dieses Thema. Zum Internationalen Frauentag am Samstag, 8. März organisieren unter anderem die Arbeitsgemeinschaft Augsburger Frauen und Feminist*innen (AAF) und das Queerfeministische Bündnis Mitmach-Aktionen und Workshops, um sich mit Gleichberechtigung auseinanderzusetzen. „Frauen müssen gleichgestellt sein. Bei der Sorgearbeit, bei der Bezahlung und auch in allen anderen Bereichen. Der Equal Care Day, Equal Pay Day und der Internationale Frauentag setzen wichtige Impulse – zeigen uns aber auch, dass wir noch einen weiten Weg vor uns haben. Aber wir sind dabei ihn zu gehen, damit echte Gleichberechtigung zur Norm wird. Ich lade herzlich ein, an den Veranstaltungen und Aktionen rund um die Aktionstage für Gleichberechtigung teilzunehmen und sich zu vernetzen. Starke Netzwerke sind ein entscheidender Faktor, wenn es darum geht, Hürden beim Thema Gleichberechtigung zu beseitigen“, so Oberbürgermeisterin Eva Weber.
Sorgearbeit wird größtenteils von Frauen geleistet
Neben Haushaltsaufgaben übernehmen Frauen nach wie vor zum Großteil die Kinderbetreuung oder Pflege von Familienangehörigen. So arbeiteten im Jahr 2023 67 Prozent aller Mütter mit mindestens einem Kind unter 18 Jahren in Teilzeit – verglichen mit nur 9 Prozent aller Väter.
Die Ausstellung „Do you care? Part II“ des Pangäa Kollektiv am Samstag, 1. März, in der Pangäa Galerie, Barfüßerstraße 8 a, nimmt die Aktion des letztjährigen Equal Care Days auf und zeigt neben anderen Ausstellungsstücken den zwei Meter großen „Care-Ball.“ Er bildet den Mittelpunkt der gemeinsamen Aktion „Fürsorge stemmen“ aus 2024 von Plan A, der Begegnungs- und Vernetzungsplattform des Staatstheaters Augsburg und Aktiven der Stadtgesellschaft.
Im Rahmenprogramm findet am Dienstag, 4. März um 18 Uhr in der Pangäa Galerie beispielsweise ein Care Speed-Dating mit der Gleichstellungsstelle der Stadt Augsburg und Plan A des Staatstheaters statt. Der Equal Care Day findet eigentlich am 29. Februar statt – da dieser Tag nur in Schaltjahren existiert, fällt er dieses Jahr auf den 1. März. Damit macht er darauf aufmerksam, dass Sorgearbeit, die zu einem Großteil von Frauen geleistet wird, oftmals genauso unsichtbar ist wie der Schalttag im Februar. Besonders groß ist die Diskrepanz bei Familien mit kleinen Kindern. Hier
Berufliche Lücken durch Sorgearbeit wirken sich auf Bezahlung aus
Unbezahlte Sorgearbeit führt zu beruflichen Lücken in weiblichen Lebensläufen und ist mit für die geschlechterspezifische Lohnlücke „Gender Pay Gap“ verantwortlich, deren Angleichung am Equal Pay Day gefordert wird. Dieser markiert den Tag, bis zu dem Frauen statistisch gesehen umsonst arbeiten. Auf Grundlage der Daten von 2023, die zur Planung des Equal Pay Days verwendet wurden, ist es dieses Jahr der Freitag, 7. März. Das Augsburger Equal Pay Day Bündnis verteilt an diesem Tag um 17 Uhr am Königsplatz, Seite Bahnhofstraße, Informationen und Taschen zum Equal Pay Day. Untermalt wird die Aktion vom Corner Chor.
Für das Datum des Equal Pay Day zeigt sich hier eine positive Entwicklung: Vergangenes Jahr hat sich die Lücke von 18 auf 16 Prozent reduziert, weshalb der Equal Pay Day im kommenden Jahr bereits am 27. Februar stattfinden kann. Berechnungsbasis der geschlechtsspezifischen Lohnlücke ist der prozentuale Unterschied zwischen dem durchschnittlichen Bruttostundenlohn von Frauen und Männern – im Jahr 2024 waren das 22,24 Euro beziehungsweise 26,34 Euro.
Vielfältige Angebote rund um den Internationalen Frauentag
Am Internationalen Frauentag Samstag, 8. März organisiert die Arbeitsgemeinschaft Augsburger Frauen und Feminist*innen (AAF) von 10 bis 15 Uhr auf dem Willy-Brandt-Platz Mitmach-Aktionen, Tanz und Raum für Austausch. In der Innenstadt lädt das Queerfeministische Bündnis von 13 bis 18 Uhr am Fuggerplatz ein, „vom Reden ins Handeln“ zu kommen und sich bei Workshops, Vorträgen und Kunst aus vielfältigen Blickwinkeln mit Gleichberechtigung auseinanderzusetzen.
Eine Berufs- und Bildungsmesse für Frauen von der Fachstelle für Schulentwicklung und Bildung der Stadt Augsburg sowie der Volkshochschule Augsburg (vhs) präsentiert von 10 bis 15 Uhr in der vhs Bildungsangebote und Unterstützungsmöglichkeiten rund um den Bereich Bewerbungen und Vereinbarkeit von Beruf und Familie und ermöglicht den direkten Kontakt zu Augsburger Unternehmen.
Verschiedene Rollenbilder stehen auch bei den Kunstsammlungen und Museen
Augsburg im Mittelpunkt. Die beliebten Führungen bieten spannende Einblicke zu historischen Frauen um Kaiser Maximilian, über Matriarchinnen und künstlerische Musen bis zur Rolle der Frau in der Augsburger Industrie- und Handwerksgeschichte. Das Staatstheater Augsburg bietet am Samstag, 8. und Sonntag, 9. März verschiedene Vorstellungen, bei denen Frauen die Hauptrolle spielen und eingeladen sind, sich über Rollenklischees auszutauschen und auch sich selbst feiern zu können.
Presseeinladung zum Frauenempfang der Oberbürgermeisterin
Am Montag, 10. März um 19 Uhr lädt Oberbürgermeisterin Eva Weber anlässlich des Internationalen Frauentags in das Parktheater im Kurhaus Göggingen ein. Die Festrede hält Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverbandes VdK Deutschland und Landesvorsitzende des Sozialverbandes VdK Bayern zum Thema „Armut hat ein Geschlecht – Strukturen schaffen für ein Leben ohne Not“. Danach folgt Birgit Süß mit einem feministischen Kabarett. Musikalisch umrahmt wird der Abend vomBläserinnen-Ensemble des Stetten (Mitglieder des Begabungsstützpunkts Kammermusik)






