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Ausbildung: Jetzt geht’s in die heiße Bewerbungsphase

Mit frühem Start zur Wunsch-Ausbildung im Wirtschaftsraum Augsburg

Mit frühem Start zur Wunsch-Ausbildung im Wirtschaftsraum Augsburg

An diesem Freitag (13. Februar) erhalten Schülerinnen und Schüler an Bayerns Schulen ihre Zwischenzeugnisse – darunter allein in Bayerisch-Schwaben rund 18.000 junge Menschen, die im Sommer ihren Abschluss machen. Für viele von ihnen startet mit dem Zwischenzeugnis die heiße Phase der Bewerbung um einen Ausbildungsplatz. „Wer rechtzeitig mit der Lehrstellensuche startet, hat beste Chancen, in seinem Traumjob zu starten“, sagt Dr. Christian Fischer, Leiter der Abteilung Ausbildung bei der IHK Schwaben. „Ein Selbstläufer ist die Lehrstellensuche in diesem Jahr aber nicht. Die konjunkturelle Krise wird sich auch auf dem Ausbildungsmarkt bemerkbar machen“, so der IHK-Experte.

Berufsinfomesse oder Online-Check
Fischer appelliert an die jungen Menschen, sich möglichst früh mit der Berufswahl zu befassen und die zahlreichen Informationsangebote – von der Berufsinfomesse über den Online-Check bis hin zur persönlichen Beratung – zu nutzen. „Die duale Ausbildung bietet jungen Menschen gerade in konjunkturell schwierigen Zeiten beste Perspektiven“, sagt Fischer. „Denn hier werden Fachkräfte in der Praxis für die Praxis ausgebildet. Das schätzen die Unternehmen.“

20.000 junge Menschen absolvieren eine Ausbildung
Schwabenweit absolvieren derzeit mehr als 20.000 junge Menschen eine Ausbildung in einem IHK-Beruf. Die bayerisch-schwäbischen Unternehmen aus Produktion, Handel und Dienstleistungen haben im Ausbildungsjahr 2025 rund 8.500 neue Auszubildende eingestellt. Im Wirtschaftsraum Augsburg waren es fast 3000. „Wir gehen davon aus, dass es in diesem Jahr zu einem leichten Rückgang bei der Zahl neuer Ausbildungsverträge kommen wird“, prognostiziert IHK-Experte Fischer. Neben dem zuletzt spürbaren Bewerbermangel ist die konjunkturelle Flaute, unter der viele Betriebe nun schon im dritten Jahr leiden, einer der Hauptgründe. Zuletzt hatte sich die Stimmung in der bayerisch-schwäbischen Wirtschaft zwar leicht aufgehellt, wie die aktuelle Konjunkturumfrage zeigt. „Vielen Unternehmen fehlt aber nach wie vor die Planungssicherheit, sie agieren heute zurückhaltender. Das macht sich im Ausbildungsangebot bemerkbar“, berichtet Fischer.

Manche Betriebe bauen Ausbildungsangebot weiter aus
Dabei zeigt sich ein uneinheitliches Bild. Denn gleichzeitig leiden laut IHK-Konjunkturumfrage weiterhin fast 40 Prozent der Unternehmen unter dem Arbeits- und Fachkräftemangel. „Für diese Beitriebe ist die Ausbildung eigener Fachkräfte eine wichtige Stellschraube, um diesem Mangel zu begegnen“, sagt Fischer. „Viele von ihnen investieren nun sogar zusätzlich in die berufliche Bildung und bauen ihr Angebot weiter aus.“ Für junge Menschen auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz heißt das: frühzeitig informieren, Unternehmen kontaktieren und rechtzeitig bewerben. Ein Praktikum ist oft der Türöffner, um nach dem Abschluss direkt als Auszubildender in einem Unternehmen zu starten, rät der IHK-Experte. Zudem sollten sich junge Menschen nicht nur einen Traumberuf fokussieren, sondern verschiedene Optionen prüfen. „Während wir in den vergangenen Jahren einen deutlichen Stellenüberhang hatten und Absolventen oft auch kurzfristig noch einen Ausbildungsplatz bekamen, ist heute unter Umständen mehr Aufwand nötig.“ Vor allem im gewerblich-technischen Bereich, etwa in der Industrie, hat es bereits im vergangenen Jahr einen Rückgang bei der Zahl der neuen Ausbildungsverträge gegeben. Dieser Trend könnte sich in diesem Jahr aufgrund der konjunkturellen Situation fortsetzen, sagt Fischer. Dagegen ist die Lage im Tourismus und in Gastronomie ebenso wie im kaufmännischen Bereich weiterhin gut.

IHK unterstützt mit zahlreichen Angeboten
Damit möglichst viele junge Menschen, den Weg in den passenden Job finden, unterstützt die IHK Schwaben mit zahlreichen Angeboten, etwa mit dem Job-Portal „DerAusbildungsatlas.de“, auf dem Unternehmen ihr Ausbildungsangebot präsentieren und Interessierte gezielt nach offenen Stellen in der Region suchen können. Auch für individuelle Beratungen stehen die IHK-Experten zur Verfügung. Junge Menschen, die an einer Ausbildung interessiert sind, können sich an die Hotline der Berufsorientierung unter Tel. 0821/3162-100 wenden.

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