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Ganz schön giftig: Ausstellung im Naturmuseum
Aufgrund der großen Nachfrage verlängert das Augsburger Naturmuseum seine Sonderausstellung bis zum 2. Januar
In der Ausstellungsreihe dreht sich alles um giftige Insekten, Spinnen und Tausendfüßer. Auch lebende Gifttiere in ausbruchssicheren Terrarien sind dabei.
Gefahrenquelle Mensch oder Tier?
Ziel der Gifttier-Ausstellungen sei es, über das Wesen dieser Tiere und die von ihnen potenziell ausgehenden Gefahren aufzuklären. Auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse würden diese „oftmals dämonisierten und bekämpften Tiere“, so das Naturmuseum, mit all den Facetten ihrer unterschiedlichsten Lebensweisen vorgestellt: Was zeichnet diese Tiere aus? Wo sind sie anzutreffen? Warum produzieren sie Toxine? Welche Auswirkungen haben die Gifte auf andere Tiere oder auf den Menschen? Auch wenn das von den Gifttieren ausgehende Gefährdungspotenzial nicht zu unterschätzen sei, „so stellen doch die Menschen die eigentliche Gefahrenquelle dar“, so das Museum weiter. „Während die meisten dieser Tiere bei angemessenem Verhalten nicht ernsthaft gefährlich werden, sind viele der ökologisch wertvollen Krabbeler durch menschliches Einwirken in ihren Beständen gefährdet.“
Neu in der Ausstellung: die Nosferatu-Spinne
Für die letzten Ausstellungswochen hat die Gifttier-Ausstellung nun nochmal neue Mitbewohner bekommen. In zwei der Terrarien sind (getrennt voreinander) eine weibliche und eine männliche Nosferatu-Spinne (Zoropsis spinimana) eingezogen. Durch ihren massigen Körperbau mit knapp 2 Zentimetern Körperlänge und einer Beinspannweite bis zu 6 Zentimetern gehören sie zu den eindrucksvollsten Spinnen Mitteleuropas. Ihren Namen „Nosferatu-Spinne“ verdanken sie der Zeichnung auf ihrem Vorderkörper, die an den Kopf eines Vampirs in einem TV-Klassiker erinnern soll. Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet dieser Spinnenart ist die westliche Mittelmeerregion sowie Nordafrika.






