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Gleichstellung: Equal Pay – Every Day
Veranstaltungen zum Equal Pay Day am 27. Februar
▪ Das Augsburger Equal Pay Day-Bündnis informiert am Moritzplatz
▪ Diesjähriges Motto fokussiert den Gender Pay Gap im Lebensverlauf
▪ Kooperationsveranstaltung „Selbst – Schuld – Katapult“ am 27. März
Der „Gender Pay Gap“ beschreibt den durchschnittlichen Einkommensunterschied zwischen Männern und Frauen und zeigt, wie viel weniger Frauen im Durchschnitt pro Stunde verdienen. Der Equal Pay Day macht darauf aufmerksam und markiert symbolisch jenen Tag, bis zu dem Frauen – angesichts eines unbereinigten Gender Pay Gaps von aktuell 16 Prozent – im Vergleich zu Männern rechnerisch ohne Lohn arbeiten.
Vor diesem Hintergrund fällt der Equal Pay Day in diesem Jahr auf Freitag, 27. Februar. Das Augsburger Equal Pay Day-Bündnis verteilt an diesem Tag ab 12:30 Uhr am Moritzplatz Informationsmaterialien sowie Taschen und informiert über die ungleiche Bezahlung von Frauen und Männern. Musikalisch begleitet wird die Aktion vom Corner Chor.
Hintergründe und Auswirkungen der Lohnlücke im Lebensverlauf
Das diesjährige Motto des Equal Pay Days „Equal Pay - Every Day” soll zeigen, wie sich die geschlechtsspezifische Lohnlücke im Lebensverlauf entwickelt und auswirkt. Begonnen bei Rollenstereotypen, die sich auf die Berufswahl auswirken, über die ungleiche Verteilung der Sorgearbeit bei der Erziehung von Kindern oder Pflege von Angehörigen entstehen oftmals finanzielle Lücken bei Frauen. Altersarmut ist eine häufige Konsequenz: Jede fünfte Frau ist im Rentenalter armutsgefährdet. Aus Scham schweigen viele Betroffene.
Veranstaltung macht künstlerisch auf Altersarmut aufmerksam
Auf die Realität und Gefahr von Altersarmut bei Frauen macht einen Monat später die Theaterperformance „Selbst Schuld Katapult“ am Freitag, 27. März um 19 Uhr im Jazz-Club Augsburg aufmerksam. Sie basiert auf der Forschung von Dr. Alexandra Rau und setzt das ernste Thema performativ und musikalisch in Szene In der Performance kommen betroffene Frauen selbst zu Wort. Anschließend wird eine Gesprächsrunde angeboten.
Veranstaltet wird diese Theaterperformance von der Augsburger Allianz für Feminismus (AAF) und dem Deutschen Gewerkschaftsbund Bayern (DGB), Kooperationspartner sind die Gleichstellungsstelle und das Friedensbüro der Stadt Augsburg, Frauenzentrum Augsburg e. V., Graduiertenschule für Geistes- und Sozialwissenschaften der Universität Augsburg sowie ver.di und IG Metall.
Hintergrund zum Equal Pay Day am 27. Februar
Berechnungsgrundlage für den Equal Pay Day 2026 sind die Daten aus 2025, wobei im Vergleich zum Vorjahr die unbereinigte Lohnlücke konstant blieb. Daher bleibt auch im kommenden Jahr das Datum des Equal Pay Days das gleiche. Der durchschnittliche Bruttostundenlohn im vergangenen Jahr betrug bei Frauen 22,81 Euro, während Männer durchschnittlich 27,05 Euro erhielten – der Unterschied beträgt 16 Prozent. Einen deutlichen Unterschied macht der Arbeitgeber. Im Öffentlichen Dienst liegt die Lücke bei 5 Prozent, während in der Privatwirtschaft Frauen durchschnittlich 17 Prozent weniger verdienen.
Beim unbereinigten Gender Pay Gap handelt es sich um den Unterschied im Bruttostundenlohn von Männern und Frauen, bei dem nicht nach Vollzeit, Teilzeit oder Karrierestufe unterschieden wird. Daher macht diese Kennzahl besonders strukturelle Ungleichheiten sichtbar. Beispielsweise, dass der Frauenanteil bei Führungspositionen geringer ist, eine Teilzeittätigkeit in der Regel mit geringeren Bruttostundenverdiensten verbunden ist oder typische „Frauenberufe“ oft schlechter bezahlt werden. Vergleicht man nur gleichwertige Tätigkeiten und Qualifikationen, beträgt dieser bereinigte Gender Pay Gap bundesweit immerhin noch sechs Prozent.
Links:
www.equalpayday.de/
www.augsburg.de/buergerservice-rathaus/gleichstellungstelle






