Letzte Chance fürs Grenzenlos

Die gute Nachricht zuerst: Es geht auch im dritten Jahr weiter mit dem Grenzenlos. Die Veranstalter des Festivals auf dem Gaswerkgelände in Oberhausen haben bis jetzt "deutlich draufgezahlt", 2013 soll trotzdem ein neuer (und bei Misslingen wahrscheinlich der letzte) Versuch gestartet werden.

Der große Unterschied: Der Besuch des Festivalgeländes wird nicht mehr kostenlos sein. Andererseits ist mit drei Euro Eintritt, wovon einer rückvergütet wird bei allen Einkäufen, sei es an der Bar oder am T-Shirt-Stand, das Familiensilber auch nicht wirklich in Gefahr. Und Kinder unter 15 Jahren sind sowieso frei. Veranstalter Jürgen Strehle erhofft sich von den Mehreinnahmen eine gewisse Planungssicherheit, "um das Festival dauerhaft veranstalten zu können", wie er auf der Pressekonferenz am Donnerstag sagte. Der befürchtete Shitstorm auf Facebook ist auf jeden Fall schon mal ausgeblieben: "Die meisten Reaktionen zeigen großes Verständnis", berichtete Pressesprecher Jochen Mack.

Ansonsten bleibt im Großen und Ganzen alles gleich: Von 05. bis 16. Juni ist der Fokus wieder hauptsächlich auf Musik und Kunsthandwerk gerichtet, der Sport soll eine Rolle spielen und nachts locken Partys in den Gaskessel.

Es war keine leichte Entscheidung für Jürgen Strehle, das Wagnis Grenzenlos ein weiteres Mal einzugehen, nicht zuletzt durch den Abschied seines Kompagnons Uwe Schalowski. Doch die "tolle Resonanz" der Besucher und Standbetreiber im vergangenen Jahr hätten ihn überzeugt, dem Event noch eine Chance zu geben.

Als musikalische Highlights kündigte Strehle die NdH-Bands Eisbrecher und Maerzfeld (aka Stahlzeit, aber diesmal mit eigenen Songs) an, außerdem den Clash zweier Tributebands unter dem Motto "Kiss me Metallica" sowie zwei große Reggae-Ska-Tage mit Acts wie Uwe Banton, Skaos, Ganjaman u.a. Am Weltmusiktag wird noch gebastelt, Spoken Word soll diesmal auch zum Programm gehören. Für den heimischen Musikinput sorgt wieder das Proberaumkollektiv KUKI, die Künstler des Kulturparks West sind ebenfalls im Boot. Geplant ist außerdem ein "Politfrühstück", das im Wahlkampfjahr 2013 für Parteiprominenz zum Anfassen sorgen soll, sowie eine Podiumsdiskussion zur Zukunft des Gaswerks.

Keinen Hehl machte Strehle aus seinen Schwierigkeiten bei der Sponsorensuche. Der Energieversorger vom letzten Jahr kam offensichtlich beim Geländebesitzer, den Stadtwerken Augsburg, nicht so gut an. In die Bresche springen will das städtische Unternehmen aber auch nicht, ebenso wenig wie die Stadtsparkasse, obwohl sich die Politik in Person von OB Gribl "redlich bemüht" haben soll, wie Strehle es ausdrückte.

Im letzten Jahr waren rund 250 Künstler beteiligt, die von etwa 110.000 Besuchern gesehen wurden. "Wir hoffen, dass sich diese Zahl nicht nennenswert verringert", so Strehle. Die Kosten für das Festival bezifferte er auf etwa ein halbe Million Euro.

Wir wünschen gutes Gelingen - und vor allem gutes Wetter!

Foto: Das Grenzenlos-Team um Jürgen Strehle

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