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Stadtmarkt: Verlängerte Samstagsöffnungszeiten zeigen Wirkung
Hohe Besucherzufriedenheit und neues Entwicklungspotenzial
▪ Ergebnisse der Pilotphase zu verlängerten Samstagsöffnungszeiten
▪ Positive Bewertung der erweiterten Öffnungszeiten durch Besuchende
▪ Potenzial zur besseren Nutzung der hohen Innenstadtfrequenz
▪ Flexibles Modell mit Öffnung bis 17 Uhr ab Mai
▪ Fortlaufende Maßnahmen zur Steigerung der Aufenthaltsqualität
Die Auswertung der Pilotphase zu den verlängerten Samstagsöffnungszeiten des Stadtmarkts durch die Stadt Augsburg liegt vor. Sie umfasst den Zeitraum Oktober 2025 bis Januar 2026 und basiert auf digitalen Passanten-, Kunden- und Bürgerbefragungen, schriftlichen Rückmeldungen der Beschickerinnen und Beschicker sowie Frequenzmessungen in der Annastraße und auf dem Stadtmarkt selbst. Die Evaluierungsdaten bilden eine solide Grundlage, um Nutzung, Wirtschaftlichkeit und organisatorische Auswirkungen der erweiterten Öffnungszeiten noch besser einschätzen zu können.
Entwicklungspotenzial durch Innenstadtfrequenz
Die Ergebnisse zeigen, dass viele Besucherinnen und Besucher des Stadtmarktes die verlängerten Samstagsöffnungszeiten überwiegend positiv wahrgenommen und bewertet haben. Mit Blick auf die Passantenströme zeigt sich, dass der Samstagnachmittag das stärkste Frequenzfenster der Innenstadt ist. Während der Stadtmarkt bislang vor allem vormittags stark frequentiert ist, bleibt die Annastraße bis in die frühen Abendstunden belebt. Die verlängerten Öffnungszeiten schaffen die Voraussetzung dafür, dieses Potenzial künftig besser für den Stadtmarkt zu nutzen. Besonders gastronomische und genussorientierte Angebote profitieren von längeren Aufenthalten und zusätzlichen Spontanbesuchen. Neben seiner bedeutenden Versorgungsfunktion kann der Stadtmarkt damit zusätzlich noch stärker als Aufenthalts- und Erlebnisort positioniert werden, der den Innenstadtbesuch am Wochenende ergänzt und aufwertet.
Perspektive für Beschickerinnen und Beschicker
Die Rückmeldungen der Beschickerinnen und Beschicker zeigen ein differenziertes Bild: Knapp die Hälfte der Standbetreibenden nimmt das erweiterte Angebot wahr und berichtet von stabilen oder positiven Umsatzentwicklungen. Gleichzeitig bleibt der zusätzliche Personal- und Organisationsaufwand für viele eine zentrale Herausforderung. Mehr als die Hälfte der Beschickerinnen und Beschicker kann längere Öffnungszeiten ohne zusätzliche personelle Unterstützung nicht leisten. Daher lehnen rund zwei Drittel verpflichtende Ausweitungen ab. Demgegenüber finden flexible Lösungen eine deutlich höhere Zustimmung. Dies zeigt, dass es zwar Entwicklungspotenzial gibt, aber kein einheitliches Modell, das für alle Betriebe gleichermaßen funktioniert.
„Flex‑Samstag“ als pragmatischer nächster Schritt
Um die Ergebnisse der Evaluation gemeinsam mit den Beschickerinnen und Beschickern zu diskutieren und über ein langfristig tragfähiges Öffnungszeitenmodell zu sprechen, bietet die Stadt eine Übergangsphase ab Mai 2026 bis Ende des Jahres an. In dieser Zeit bleibt die verbindliche Grundöffnungszeit am Samstag bis 14 Uhr bestehen, Marktstände können jedoch ihren Stand weiterhin bis 17 Uhr öffnen. Eine Kennzeichnung der geöffneten Stände sowie Informationen digital und vor Ort geben Besucherinnen und Besuchern des Stadtmarkts die notwendige Orientierung. Ziel der Übergangsphase bis Jahresende ist es, aufgrund von noch mehr Erfahrungswerten gemeinsam mit den Beschickerinnen und Beschickern langfristig ein tragfähiges Modell zu entwickeln, das sowohl wirtschaftliche Machbarkeit als auch Attraktivität für Besucherinnen und Besucher verbindet.
"Mit den Marktleuten ein tragfähiges Modell für die Zukunft gestalten“
„Der Augsburger Stadtmarkt lebt von den Menschen, die ihn gestalten und von den Menschen, die ihn besuchen. Die verlängerten Samstagsöffnungszeiten zeigen, welches Potenzial in neuen, kundenorientierten Angeboten steckt. Jetzt geht es darum, die organisatorischen Rahmenbedingungen weiter zu verbessern und gemeinsam mit den Marktleuten ein tragfähiges Modell für die Zukunft zu gestalten, so Wirtschaftsreferent Wolfgang Hübschle.“
Aktuelle, weitere Schritte zur Stärkung der Aufenthaltsqualität Parallel zur verlängerten Samstagöffnung arbeitet die Stadt zusammen mit der Stadtmarktmanagerin daran, die Aufenthaltsqualität auf dem Stadtmarkt weiter zu verbessern. Neben der laufenden Sanierung des Bauernmarktes gehören dazu auch kleinere unmittelbar wirksame Maßnahmen, wie etwa eine einheitliche Bestuhlung für konsumfreie Sitzgelegenheiten in der Bäckergasse und eine einheitliche Frühlingsbepflanzung auf dem Marktgelände, die in den kommenden Wochen umgesetzt wird. Auch die begonnene einheitliche Beschilderung wird weitergeführt: aktuell an der Fleischhalle und der Viktualienhalle, um für Kundinnen und Kunden mehr Orientierung zu schaffen. Darüber hinaus sind auch neue Beschickerinnen und Beschicker mit zeitgemäßen Konzepten zu vermelden. Noch im März werden wieder Neueröffnungen sichtbar sein, die im Marktangebot weitere Impulse setzen.
„Diese Entwicklungen zeigen, dass der Stadtmarkt nicht nur im Rahmen der großen Sanierung, sondern auch im laufenden Betrieb an Attraktivität gewinnt. Schritt für Schritt entsteht mit Blick auf die für 2027 geplante Fertigstellung ein modernes, einladendes Gesamtbild, das den Stadtmarkt als starken Anker der Augsburger Innenstadt weiter festigt“, fasst Hübschle den aktuellen Stand zusammen.
Links:
www.augsburg.de/stadtmarkt






