Streit ums Kiffen – Wie geht Bayern mit der Cannabis-Freigabe um?

Streit ums Kiffen – Wie geht Bayern mit der Cannabis-Freigabe um? Tilmann Schöberl und Franziska Eder diskutieren mit Ihnen über das Thema

Seit dem 1. April ist Cannabis legal – zumindest teillegal: Konsum und Besitz in begrenzten Mengen sind erlaubt. Trotz heftigen Widerstands der Unions-Parteien hat das Gesetz die Hürden Bundestag und Bundesrat ohne Verzögerungen genommen.

Was geht nun seit Monatsanfang? Bis zu 25 Gramm Cannabis dürfen Erwachsene in der Öffentlichkeit bei sich haben, zuhause ist es doppelt so viel. Zudem darf man bis zu drei Cannabis-Pflanzen in der eigenen Wohnung anbauen. Der Konsum ist in der Öffentlichkeit mit Einschränkungen erlaubt. Gleichzeitig verschärft wurden die Freiheitsstrafen bei der Weitergabe von Cannabis an Jugendliche – von einem auf zwei Jahre.

Der politische Streit geht weiter. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat angekündigt, das Gesetz „extremst restriktiv“ anzuwenden. Wer Cannabis anbauen und konsumieren möchte, solle „das woanders machen“, so der CSU-Vorsitzende. Dafür werde in Bayern auch eine zentrale Kontrolleinheit eingerichtet. Die bayerische SPD-Bundestagsabgeordnete Carmen Wegge sieht dagegen einen Neuanfang in der Drogenpolitik: „Wir beenden mit dem Gesetz das aktuelle Chaos, das der gescheiterte Prohibitionskurs angerichtet hat. Ich bin davon überzeugt, dass man in einigen Monaten feststellen wird, dass die ganze Panikmache in Sachen Cannabis unbegründet war.“ Doch vieles bleibt ungeklärt: Werden Drogen verharmlost? Wer darf wo draußen kiffen? Was bedeuten die Abstandsregeln konkret? Kommt das jetzt „legale“ Cannabis vom Schwarzmarkt? Stärkt das neue Gesetz den Jugendschutz? Oder wird es in Zukunft mehr Drogenabhängige geben? Wo sind die Grenzen im Straßenverkehr? Ist gegen Cannabis zu wettern und gleichzeitig Bierfeste zu feiern nicht scheinheilig? Gibt es ein Recht auf Rausch?

Über diese und andere Fragen diskutieren bei „jetzt red i“ Bürgerinnen und Bürger live mit dem CSU-Generalsekretär Martin Huber und Carmen Wegge, SPD-Abgeordnete im Bundestag, am Mittwoch, 10. April 2024 im Kongress am Park, Gögginger Str. 10, 86159 Augsburg
Einlass: 19.15 Uhr, Sendungsbeginn: 20.15 Uhr

Kostenlose Karten reservieren Sie via E-Mail an jetztredi@br.de oder unter 089/5900-25299 (Montag – Freitag von 9:00 bis 17:00 Uhr). Wer seine Meinung kundtun will, kann das hier: www.facebook.com/BR24 oder schreiben eine Mail an jetztredi@br.de

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