Toller Abschluss des Modular Festivals

Als Festivalleiter Christoph Elwert kurz vor dem Konzertende des letzten Acts WhoMadeWho die Hauptbühne betrat, um sich beim gesamten Team und allen 450 Volunteers zu bedanken, spürte man einen gewissen Abschiedsschmerz. Denn voraussichtlich war es das letzte Modular Festival am Standort Wittelsbacher Park. Man werde sich wiedersehen, so Elwert, wo immer das auch sein wird. Die Standortfrage, sicherlich eines der Hauptthemen bei den Besuchern. Denn hörte man sich diese 3 Tage um im Park, verspürten nur wenige Lust auf den geplanten Umzug des Festivals auf das Gelände des Gaswerks in Oberhausen. Und man kann es verstehen. Denn das Konzept als innerstädtisches Festival geht rund um die Kongresshalle mehr als auf.

Das Wetter spielte trotz einiger Unwettervorhersagen perfekt mit. Bis auf eine etwas längere Wartezeit am Einlass am ersten Tag, kam man schnell auf das Gelände. Regionale Anbieter boten für jeden Geschmack etwas an und man hatte nie das Gefühl, dass es trotz ausverkaufter 3 Tage zu voll oder zu eng wäre. Kurz gesagt: es war ein völlig relaxtes Modular Festival. Klar, die Musik war leiser als die Vorjahre. Bedingt durch die Anwohner-Diskussion, die wir hier nicht mehr ausführen müssen. Dieses Manko war ein weiteres Thema bei den Besuchern, denen bei vielen Bands die Power fehlte, die Energie. Kurioserweise gingen bei der extra eingerichteten Beschwerde-Hotline des Stadtjugendrings hauptsächlich Anrufe von Gästen ein, die sich nicht wegen Lärms, sondern wegen der zu geringen Lautstärke beschwerten. Sicherlich auch einzigartig.

Musikalisch dominierten auf den Hauptbühnen der Hip Hop und smoother IndiePop-Sound, auf den kleineren Bühnen mal Poetry Slam, harter Beatbox-Sprechgesang, Psychadelic Rock oder Folk. Doch das Gesamtpaket ist das große Plus des Modular Festivals. Das Schlendern durch den Park, das Entdecken kleinerer Stände und Ecken, der Small Talk mit lang nicht mehr gesehenen Freunden, eine kurze Pause im Schatten der Bäume, das alles machten diese 3 Tage zu einem absolut gelungenen Event. Die Stärke des Modular Festivals ist, dass es eben kein typisches Musikfestival ist.
Wie gehts also weiter? 2019 der Umzug zum Gaskessel? Festivalleiter Christoph Elwert sagte kurz vor dem Festival in einem Interview mit der Neuen Szene:"Das Modular Festival ist ein innerstädtisches Festival mit bundesweiter Strahlkraft. Das muss erhalten bleiben!" Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen. (etz)

Foto: Christian Menkel

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