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Ärger im Behindertenbeirat
Für Rainer Schönberg ist das Fass voll. Nach den Pannen am angeblich barrierefreien neuen Kö, mit Straßenbahnen, die offensichtlich nur im unbesetzten Zustand ihre Rampen für Rollstuhlfahrer ausfahren können, zieht der Stadtrat der Freien Wähler einen Schlusstrich unter sein Engagement im Behindertenbeirat der Stadt Augsburg.
In einem Brief an die Vorsitzende Claudia Nickl schreibt Schönberg: "Ganz offensichtlich hat durch den Behindertenbeirat keine diesbezügliche Prüfung stattgefunden, oder Sie haben in falsch verstandenem Harmoniebedürfnis gegenüber den Stadtwerken in bewährter Weise die vollständige Barrierefreiheit des Kö auch in dieser Hinsicht bestätigt."
Für Schönberg nicht das erste Versagen des Gremiums, bereits beim "untauglichen" bzw. "nicht vorhandenen" Blindenleitsystem in der Fußgängerzone habe er sich mit der Bauverwaltung angelegt, die ihn auf die Zustimmung durch den Behindertenbeirat verwiesen habe.
"Derzeit halte ich jegliche persönliche Anstrengung für nutzlos. Für eine Alibifunktion als Mitglied des Stadtrates möchte ich jedenfalls nicht dienen", so Schönberg, der durch einen Verbleib im Behindertenbeirat seine politische Glaubwürdigkeit gefährdet sieht. (flo)
Foto: www.behindertenbeirat-augsburg.de






