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Meet the mentee
Ende September startet MigraNet, das bayerische Landesnetzwerk für Integration, das Projekt "Mentoring-Partnerschaft", mit dem Migranten der Weg in den deutschen Arbeitsmarkt erleichtert werden soll. Bereits im Vorfeld haben sich prominente Augsburger wie OB Kurt Gribl und FCA-Präsident Walther Seinsch bereiterklärt, eine solche Partnerschaften zu übernehmen.
Zum Auftakt des Programms wurden am 24. Juli die beiden Stadtgrößen mit ihren Schützlingen, den Mentees, bekannt gemacht. "Wir müssen es schaffen, denn viele Leute beobachten uns. Und die müssen zu sich selbst sagen: Das wollen wir auch machen", so Gribl. Seinsch verwies auf den zunehmenden Fachkräftebedarf. Sein Erfolgsrezept für die übernommene Mentorenpartnerschaft: "Learning by doing".
Stephan Schiele, Koordinator von MigraNet und Geschäftsführer von Tür an Tür - Integrationsprojekte gGmbH, freut sich, mit dem Politiker und dem Geschäftsmann "zwei Welten" abzudecken. Im Sportbereich sei die Praxis der Anerkennung von Qualifikationen schon lange international, so Schiele. Projektleiterin Sevda Kolkiran verwies auf Erfolge ähnlicher Programme in Kanada und Österreich: "Oft mangelt es Migranten nicht an beruflichen Qualifikationen, ihnen fehlt meist der Zugang zu berufsrelevanten Netzwerken und Kenntnissen des deutschen Arbeitsmarktes." Um diese Lücken zu schließen, sollen Mentoren aus Unternehmen mit ihren Mentees über einen Zeitraum von vier Monaten zusammenarbeiten. Dadurch soll der Betreute eine berufliche Perspektive entwickeln und der Mentor kann sein Unternehmen als attraktiven Arbeitgeber darstellen.
Die Mentoring-Partnerschaft beginnt offiziell mit einer Auftaktveranstaltung am 30. September im Augsburger Rathaus. Bis 30. August haben Unternehmen, Mentoren und Mentees die Gelegenheit, sich für das Programm zu bewerben. Anmeldeformulare und Info unter: mentoring.migranet.org. (pm/flo)
Das Bild zeigt v.l. Stephan Schiele, Koordinator von MigraNet, Mentee Veronika Vlásková und Mentor Walther Seinsch, Anna Matias und Kurt Gribl sowie Projektleiterin Sevda Kolkiran (Foto: MigraNet)






