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Stadtjäger ohne Kindergarten?
Die Eltern im Stadtjägerviertel sorgen sich um die wohnortnahe Kinderbetreuung. Nach 100 Jahren soll der Kindergarten St. Anna auf dem Gelände der Diakonie im August 2014 aufgelöst werden, da die Diakonie ihr benachbartes Ärztezentrum erweitern will.
Die Kleinen müssten dann höchstwahrscheinlich ins Ulrichsviertel oder nach Pfersee gebracht werden. Die Folge wäre, dass die bestehenden Kindergruppen komplett auseinandergerissen würden, wie Verena Hörmann, eine betroffene Mutter zu bedenken gibt. Zudem ist es noch nicht sicher, ob alle Kinder einen Platz bekommen könnten. Eine Elterninitiative steht bereits mit Stadträten aller Fraktionen in Kontakt und erhält nach eigener Aussage breite Unterstützung. Die SPD hat einen Dringlichkeitsantrag an den OB gestellt. Möglich und wünschenswert wäre laut Elterninitiative, dass der Kindergarten unter der Trägerschaft von Ekita e.V. mit dem derzeitigen Personal bestehen bleibt – nur an einem anderen Ort.
Und hier liegt das Problem, denn die Auflagen sind streng. 50 Kinder benötigen z.B. eine Fläche von ca. 270 qm Innen- und 500 qm Außenfläche. Fortschritte oder gar Zusagen in Sachen Ersatzimmobilie gibt es nicht. Die Eltern appellieren nun auch öffentlich an Stadt und Kirche, sich für den Kindergarten St. Anna zu engagieren. (me)






