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Vom Stadion ins Theater
Am Samstag, 14.09., lädt das frisch eingehauste Curt-Frenzel-Stadion zum Tag der offen Tür ab 17 Uhr. Das erste Ligaheimspiel der Saison steigt dann am Sonntag. Doch Friede, Freude, Eierkuchen herrscht deswegen noch lange nicht. Zwar wurde die Sicht verbessert und das Stadion zum - wie die DAZ schreibt – "schönsten Eishockeypalast der DEL" ausgebaut, doch die Hintergründe des Debakels lassen zumindest den Augsburger Grünen keine Ruhe.
In einer Pressekonferenz am Freitag erläuterten sie noch mal ihre Bedenken. "Der Umbau wurde durch Umplanungen und Änderungen des Projektzieles am Stadtrat vorbei stark verteuert. Dafür hat noch immer niemand die Verantwortung übernommen", so der Fraktionsvorsitzende Reiner Erben. Außerdem wollen die Grünen mehr Miete von den Augsburger Panthern. Martina Wild, sportpolitische Sprecherin: "Die Eishockeyprofis finden jetzt deutlich bessere und wirtschaftlich attraktivere Bedingungen vor. Das muss sich natürlich auch im Pachtpreis niederschlagen." Wild weiter: "Diese Stadtregierung fördert den Spitzensport, egal ob Fußball, Eishockey oder Kanu, und vernachlässigt dafür den Breitensport."
Angst und bange wird es den Grünen beim Gedanken an die anstehende Sanierung des Stadttheaters. "Damit diese Sanierung gelingt, muss jetzt das Projektziel klar und verbindlich definiert werden. Dann muss daraus abgeleitet werden, welche Maßnahmen wann realisiert werden und wer sie umsetzt. Nach den Pannen beim Curt-Frenzel-Stadion kann das nicht Peter Grab sein. Wir haben deshalb den Antrag gestellt, dass jemand mit der Aufgabe betraut wird, der einem solchen Projekt auch gewachsen ist."
Dass aus dem früher so wunderbar unauffällig in den Hang eingepflegten Eisstadion nun ein riesiger, weißer Klotz geworden ist, stört anscheinend niemanden...(flo)
Foto: Medien- und Kommunikationsamt der Stadt Augsburg






