Wo bitte geht's zur Demo?

Die Jungen Liberalen Augsburg haben die für Samstag, 01.09., geplante Protestaktion gegen das Verkaufsverbot an Tankstellen örtlich verlegt. Der JuLi-Kreisvorsitzende Maximilan Kummer spricht in einer Pressemitteilung von "städtischem Druck, dem sich Beteiligte unserer Aktion ausgesetzt sehen". Der Münchner Pressesprecher der bayerischen Jungliberalen wird etwas deutlicher: "Dem Betreiber der Ran-Tankstelle wurde vom Augsburger Ordnungsamt nahegelegt, die Aktion nicht dort stattfinden zu lassen", so Philipp Pehmer gegenüber der Neuen Szene.

Aus Rücksichtnahme auf den Pächter sei die Versammlung nun in einen Protestmarsch von der Volkartstraße 4-6 (Ordnungsamt) über die Esso-Tankstelle bis zum Bürgeramt umgewandelt worden, der um 20 Uhr beginnen soll. Und die JuLis lassen es nicht an starken Worten fehlen. "Aus unserer Sicht werden die Augsburger Tankstellenbetreiber durch die Stadt erpresst", erklärte Pehmer, der allerdings nicht mit vielen Demonstranten rechnet: "Aufgrund der kurzfristigen Ansetzung, kann es sein, dass es nur zehn Leute werden." Immerhin will die Augsburger Bundestagsabgeordnete Miriam Gruß mitmarschieren.

Augsburgs Ordnungsreferent Volker Ullrich bleibt relativ gelassen. Dem CSU-Stadtrat zufolge war bereits die erste Versammlung nicht angemeldet und wurde erst auf Betreiben der Behörden legalisiert. Das gelte allerdings nicht für die neue Route. "Unsere Sorge galt dem Betreiber der Ran-Tankstelle, da es bei einer solchen Facebook-Veranstaltung passieren könnte, dass die Tankstelle lahmgelegt wird", so Ullrich. Der Ordnungsreferent widersprach noch einmal den Berichten von einer besonders restriktiven Haltung in Augsburg: "Das Gegenteil ist der Fall, wir haben nur den Alkohol im Fokus und empfehlen den Tankstellenbetreibern, komplett auf den Verkauf zu verzichten, auch bei Autofahrern."

Die Augsburger Polizei geht bei der Demo am Samstag von rund 20 Teilnehmern aus - wo auch immer.

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