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Die Ponyrebellinnen von Klosterlechfeld
Von wegen das Leben ist kein Ponyhof! Für vier Mädchen aus Klosterlechfeld ist die Koppel des Hobbyranchers Günter Friedrich ein kleines Paradies, dort kümmern sie sich seit Jahren zusammen mit dem Rentner um Ponys, Mulis, Esel und Ziegen. Doch der Gesetzgeber in Person des Landratsamtes Landsberg hat etwas dagegen, "da hier eine landwirtschaftliche Fläche hobbymäßig durch einen Nicht-Landwirt genutzt wird", wie Fee Liebert, die "Pressebeauftragte" der vier Ponyrebellinnen, die Sache beschreibt. Ihr Kollege vom Landratsamt wiederum kontert mit dem Verweis auf die Gesetzeslage, der "Außenbereich" sei der Landwirtschaft vorbehalten.
Um die bis 2014 gewährte Ausnahmegenehmigung zu verlängern, legen sich die vier Mädchen nun ganz schön ins Zeug, haben einen Tag der offenen Tür organisiert, eine Homepage eingerichtet und reichlich Medien kontaktiert, von der Lokalzeitung über A-TV bis zum Bayerischen Rundfunk und Antenne Bayern. Außerdem sammeln sie fleißig Unterschriften. "Wir wollen unser Problem noch populärer machen und auf Hilfe und Tipps aus der Bevölkerung hoffen, denn nur indem wir möglichst viel Aufsehen erregen besteht eine Chance für die Tiere", so Fee (14), Alena (12), Marisa und Pia (15) auf ihrer Homepage.
So viel Engagement bringen manche Menschen ihr ganzes Leben lang nicht auf, wir zücken unsere Mexikanerhüte und rufen ein zackiges "Hasta la victoria siempre" an die südliche Grenze unseres Landkreises! Nicht aufgeben, Mädels!
Fotos: ponys-kll.jimdo.com






