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Fußballfans demonstrieren am Samstag
Die deutschlandweite Aktion "12:12 - Ohne Stimme keine Stimmung" hat an den vergangenen beiden Spieltagen der Fußballbundesliga gezeigt, was Stadien ohne die Anfeuerungen der Fans sind: kalte Betonschüsseln, in denen 22 Typen in kurzen Hosen versuchen, einen Ball ins gegnerische Tor zu befördern. Ohne seine Anhänger wäre der Fußball auch nie zu dieser Gelddruckmaschine geworden, die er heute ist. Blöderweise sind Fußballfans aber ganz normale Menschen, sprich: Es sind immer auch ne ganze Reihe Idioten dabei. Wie an jedem Abend in der Maxstraße auch.
Die Reaktionen der Verbände und Behörden auf angeblich zunehmende Gewalt in deutschen Fußballstadien kommen spät und gehen größtenteils in eine einzige, altbekannte Richtung: Law and Order statt Kommunikation und Zusammenarbeit. Nacktscanner an Stadiontoren, Abschaffung der Stehplätze, radikale Strafen und Schnellgerichte werden gefordert, die jahrelange Arbeit vieler Fanprojekte wird größtenteils ignoriert, groß gefragt werden die mittlerweile vielerorts sehr gut organisierten Fußballanhänger sowieso nicht.
Dagegen wehren sich auch die aktiven Fans in Augsburg, bereits beim Spiel gegen Freiburg am vergangenen Samstag gab es zwölf Minuten und zwölf Sekunden lang keine Anfeuerung. Hintergrund: Am 12.12. will der Ligaverband über das neue Sicherheitskonzept abstimmen.
Das Heimspiel des FC Augsburg gegen den FC Bayern München am kommenden Samstag (Anpfiff: 15.30 Uhr) wollen Fans beider Clubs nun zu einem Demonstrationszug durch Augsburg nutzen. Start ist um 11.00 Uhr am Hauptbahnhof, nach den Stationen Prinzregentenstraße, Grottenau, Karlstraße, Leonhardsberg, Oberer Graben und Milchberg soll um 13.00 Uhr eine Kundgebung am Ulrichsplatz stattfinden. Die Stadtwerke Augsburg warnen bereits: "Mit Verzögerungen im Bus- und Tramverkehr mit Auswirkungen auf das gesamte Liniennetz muss gerechnet werden", so Stadtwerke-Sprecher Jürgen Fergg in einer Pressemitteilung.
Fotos: 12doppelpunkt12.de






