Klatschgeschichten aus dem F1-Rennstall

Braucht die Formel 1 einen Kurswechsel?

Die Leitung der Formel 1 hat es nicht leicht. Bei anderen Sportarten wie Fußball oder Handball die Regeln feststehen und höchstens in Detailfragen hin und wieder eine Änderung erforderlich ist. Im Rennsport hingegen, wo der Wettkampf nicht nur zwischen den Fahrern, sondern auch zwischen den Konstrukteuren stattfindet, sind Jahr für Jahr Anpassungen nötig. Immer wieder müssen technische Neuerungen berücksichtigt werden, immer wieder müssen Lücken im Regelwerk geschlossen werden. Und zu allem Überfluss kommt auch noch die Frage nach der Sicherheit der Fahrer hinzu. Denn während sich das Verletzungsrisiko beim Fußball meist auf eine Muskelzerrung oder einen Knöchelbruch beschränkt, ist es bei der Formel 1 in der Vergangenheit immer wieder zu Horror-Crashs gekommen, bei denen Fahrer gestorben sind. Es ist also kein Wunder, wenn der Führungsstab der Formel 1 lieber auf der Seite der Vorsicht steht. Trotz all dieser Schwierigkeiten sind die Fans nicht immer zufrieden mit neuen Vorschriften. Ein häufiger Kritikpunkt ist, dass die Formel 1 langweilig geworden sei. Auch das Können der Fahrer spiele heutzutage nur noch eine untergeordnete Rolle. Ist es daher Zeit für einige grundlegende Neuerungen bei der Formel 1?

Klatschgeschichten aus dem Rennstall

Emblematisch für das Problem der Formel 1 dürfte die Berichterstattung in den Medien zur Saison 2019 sein. Dort wurde gefühlt kaum noch über das Geschehen auf der Rennstrecke und auf der Tabellenspitze diskutiert. Hamilton stand an der Spitze, den Sieg machten die Mercedes-Piloten meist unter sich aus. Stattdessen befassten sich Zeitungsartikel lieber mit Gerüchten über Differenzen der Ferrari-Piloten Sebastian Vettel und Charles Leclerc. Sicher, Vettel fuhr keine besonders gute Saison. Trotzdem ist es traurig, dass im letzten Jahr vor allem Spekulationen über das Karriereende des früheren Serienweltmeisters für Schlagzeilen sorgten. Verwunderlich ist das leider nicht, denn Mercedes gewann immerhin 15 von 21 Rennen. Einen ernsthaften Konkurrenzkampf um den Titel gab es also 2019 wieder einmal nicht. Ohne Überraschungssiege oder ein Duell um den Spitzenplatz bleibt für die Berichterstattung leider nicht viel übrig.

Kaum noch Überholmanöver

Ein Hauptkritikpunkt an der Formel 1 ist die geringe Anzahl der Überholmanöver. Welchen Sinn macht schon ein Rennen, bei dem der Sieger bereits vor dem Start feststeht. Es gab 2019 zwar durchaus Bemühungen, das Überholen ein wenig zu erleichtern. Die neuen Regelungen bezogen sich vor allem auf technische Aspekte wie die Dimensionen des Heckflügels. Ein echter Erfolg blieb allerdings aus. Kein Wunder, denn riskante Überholmanöver werden gerne einmal mit Zeitstrafen belohnt. Daher versuchen die Fahrer oft, durch Taktieren an der Box ihre Platzierung zu verbessern. Für die Zuschauer ist das der denkbar langweiligste Weg, ein Rennen zu entscheiden.

Was ist zu tun?

Die meisten Fans sind sich einig, dass es ein Problem gibt. Wie allerdings die Lösung aussehen könnte ist nicht ganz so klar. Einige Beobachter plädieren zum Beispiel für die Abschaffung des DRS-Systems. Andere schlagen vor, den Boxenstopp abzuschaffen. Wieder andere möchten wieder mehr Vielfalt zwischen den verschiedenen Autos sehen. Während sicherlich einiges in der Formel 1 verbesserungswürdig ist, dürfte klar sein: Egal was die Führung tut, sie wird es nicht allen recht machen können.

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