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Samba? Am liebsten tanze ich auf dem Platz!

Interview mit FCA-Stürmer Caiuby

Der Mann hat die gute Laune anscheinend gepachtet. Zum Interviewtermin erscheint Francisco da Silva Caiuby im lässigen Gang und mit einem strahlenden Gesicht. Walter Sianos beim verbalen Samba-Kurs

Auch auf die Gefahr hin, dich zu nerven... Wie oft musstest du schon den optischen Vergleich mit deinem Landsmann Dante über dich ergehen lassen?
(lacht) Der kommt natürlich immer wieder mal, klar, irgendwie sehen wir uns ein bisschen ähnlich. Dante ist ein guter Freund von mir und sobald es zeitlich geht, treffen wir uns auch immer wieder mal.

Und gleich noch mal eine Frage, die dir wahrscheinlich zu den Ohren heraushängt: Dein damaliger Trainer in Wolfsburg, Felix Magath, hat dir den Spitznamen „Kai-Uwe“ verpasst. Da hat er dir keinen Gefallen getan. Oder hast du dich inzwischen daran gewöhnt?
Eigentlich rufen mich nur die Fans so. Ehrlich gesagt nennt mich niemand Kai-Uwe, meine Freunde und Teamkollegen sagen Caiu zu mir.

Manager Stefan Reuter sagte mal über dich: „Der Typ ist immer gut drauf, ein echter Sonnenschein!“
Ja, ich weiß auch nicht, aber ich bin tatsächlich jemand, der immer gut gelaunt ist. Bei mir ist das Glas immer dreiviertel voll. Mindestens!

Er hat über dich vor der Saison auch Folgendes gesagt: „Super Schnelligkeit, gutes Kopfballspiel, will sich in der ersten Bundesliga beweisen.“ Wie schmeckt dir die Bundesliga?
Ich muss sagen, dass die mir sehr gut schmeckt. Klar muss man sich erst einmal an dieses hohe Tempo gewöhnen, aber es ist jede Woche für mich ein Highlight, wenn ich in einem Bundesligastadion auflaufen kann.

Du bist jetzt vier Monate hier. Wie groß ist der Unterschied zwischen Ingolstadt und Augsburg?
In Ingolstadt wird auch sehr professionell gearbeitet, deswegen sind die Unterschiede gar nicht so gravierend, ich bin ja jetzt auch schon fünf Jahre in Deutschland.

Im Netz war erst ein Video zu sehen, bei dem du dich mit Bobadilla an der Playstation beim Spiel Brasilien-Argentinien duellierst. Es wurde viel gelacht.
Wir hatten abends immer großen Spaß mit der Playstation auf unseren Zimmern, stellenweise war es richtig voll.

Bobadilla hat beim virtuellen Kick gegen dich einen Elfmeter verschossen und verloren. Wie hat er es hingenommen?
Boba hat viel Humor, er hat es sportlich genommen. Aber es ist immer eine Freude, wenn wir Brasilianer gegen Argentinien gewinnen, selbst wenn wir nur Playstation spielen.

Allzu viele Brasilianer hatten wir bisher noch nicht in Augsburg. Du bist seit Elton da Costa der erste. Kennst du ihn persönlich?
Ich kenne ihn, weil wir schon gegeneinander gespielt haben. Aber wir haben uns bisher noch nicht näher bekannt gemacht.

So viele Brasilianer spielen derzeit auch gar nicht in der Bundesliga.
Mit ein Grund dürfte sein, dass inzwischen auch in Brasilien gute Gehälter bezahlt werden und viele dann doch lieber in der Heimat spielen wollen.

Ich habe letztens einen TV-Bericht über brasilianische Küche gesehen. Meine Herren, da kommen aber fette Sachen auf den Tisch! Feijoada zum Beispiel, ein Eintopf mit allerlei Schweinfüßen, Fleisch, Innereien, Bohnen und Reis. So eine Portion dürfte locker über 3000 Kalorien haben.
Ja, das ist unser Nationalgericht. Sieht vielleicht nicht einladend aus, schmeckt aber wirklich lecker und gibt enorm Power!

Wie schmeckt dir die deutsche Küche?
Hier wird ja viel Pasta gegessen, deswegen war das kein Problem mit der Umgewöhnung. Aber ich mag gerade die bayerische Küche sehr, Schweinsbraten und Spätzle und so.

Wie hast du die Fußball-WM erlebt? Warst du in deiner Heimat?
Nur in den ersten beiden Wochen, weil ich wegen der Vorbereitung wieder nach Deutschland musste. Das Halbfinale wollte ich zuerst mit Mannschaftskollegen anschauen, aber nach dem 0:1 hatte ich keine Lust mehr und bin zu Hause geblieben.

Wie verbringst du die Zeit nach einem Spiel?
Ganz unterschiedlich. Bei den Nachmittagsspielen unternehme ich oft noch was mit der Familie. Abendspiele sind da schon schwieriger, weil ich da oft sehr spät einschlafe. Da läuft das Spiel dann noch mal als Film in meinem Kopf ab.

Welcher Sound bringt dich regelrecht in Schwung?
Natürlich hat man als Brasilianer den Samba im Blut, aber mein Musikgeschmack ist breitgefächert. Aber ehrlich gesagt tanze ich am liebsten auf dem Platz (lacht).

Wer war dein Idol in der Jugend?
Ronaldo. Aber der Brasilianer!

Welchen Promi würdest du gerne einmal treffen?
Keine Ahnung, da gibt es im Moment keine Person.

Welche drei Dinge würdest du auf eine einsame Insel mitnehmen?
Meine Familie, meine Freunde und ein Ball darf natürlich auch nicht fehlen.

Und welchen Teamkollegen?
Ich komme mit allen Jungs sehr gut klar, aber wenn ich wählen müsste, dann Shawn Parker.

Foto: Charlie Sono

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