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Phönix, Greif und Cerberus
Prof. Dr. Sibylle Appuhn-Radtke:
Joanne K. Rowling bevölkerte die Zaubererwelt ihrer Harry Potter-Bände mit diversen Tierwesen. Diese sind teils eigene Erfindungen, teils stammen sie aus sehr alten Traditionen. Ausgehend von Passagen in der Jugendbuchreihe erläutert die Rednerin literarische und bildliche Bezüge, in denen drei der Fabelwesen stehen. Der historische Rahmen, den Rowling zweifellos kannte und nutzte, spannt sich von der griechischen Antike über Hoch- und Spätmittelalter bis in die Neuzeit. Während für antike Autoren der Stellenwert der Tiere in Mythos und Kultus zentral war, erkannten mittelalterliche Werke den Tieren eine allegorische Wertigkeit zu, etwa als Verkörperung von Tugenden und Lastern. Der Greif erhielt seit dem 13. Jahrhundert große Bedeutung in der Heraldik, während der Phönix christlich gedeutet in die barocke Emblematik einwanderte. Der Vortrag verbindet also Belletristik mit kulturhistorischen Sachinformationen.
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Staats- und Stadtbibliothek Augsburg
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Deutschland
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