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Europäischer Tag der jüdischen Kultur 2026
Vielfältiges Pogramm und freier Eintritt in Augsburg und im Netzwerk Historische Synagogenorte in Bayerisch-Schwaben
Der seit mehr als 20 Jahren europaweit gefeierte Tag lädt dazu ein, das historische und kulturelle Erbe der Jüdinnen und Juden in Europa kennenzulernen. In diesem Jahr steht er unter dem Motto »Love«.
Es ist eine weit verbreitete Vorstellung, dass es im Judentum mehr um Gesetze als um Liebe gehe. Von den biblischen Zeiten bis hin zum Leben in den osteuropäischen Schtetl mit ihren arrangierten Ehen und der strikten Trennung der Geschlechter schienen die Vorschriften des Judentums wenig Raum für Romantik zu lassen.
Liebe ist aber in ganz verschiedenen Spielarten präsent im Judentum: Familie, Freundschaft, Ehe und natürlich auch Liebe zur Religion sind zentrale Werte. Das hebräische Wort für Liebe ist ahava und leitet sich vom aramäischen Wort für „geben“ ab: wichtig ist also, dass man seinem Gegenüber etwas gibt.
Das Gebot der Nächstenliebe, oft als christliches Gebot verstanden, stammt aus der jüdischen Tora. Liebe ist also die aktive Suche nach Verbindung – zwischen Menschen und Gemeinschaften. Lassen Sie uns dies gemeinsam an diesem Tag feiern.
Aufgrund der Sanierung des Synagogenkomplexes in den kommenden Jahren und der temporären Schließung des Museumsstandorts Innenstadt ist dies für einige Jahre der letzte Europäische Tag der jüdischen Kultur, der in der Halderstraße stattfinden kann.
locations
Jüdisches Museum Augsburg Schwaben
Jüdisches Museum Augsburg Schwaben
Halderstraße 6 – 8
86150 Augsburg
Deutschland
Das Jüdische Museum Augsburg Schwaben wurde 1985 in der eindrucksvollen Augsburger Synagoge eingerichtet. Es versteht sich als historisches Museum, das aus der jüdischen Geschichte in Bayerisch-Schwaben heraus Bezüge zu gegenwärtigen gesellschaftlichen Fragen herstellt. Es ist ein Ort, an dem Aspekte von Migration, Integration, Heimat und Kultur aus der Perspektive einer Minderheit diskutiert werden. Und es ist ein Ort, an dem gezeigt wird, dass Vielfalt weder Bedrohung noch Bereicherung, sondern Normalität ist.






