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Das Klappern an den Straßenrändern
Am kommenden Dienstag will die CSU in München ein "großflächiges Fassadenplakat" vorstellen. Soweit sind wir hier zum Glück noch nicht, doch auch in Augsburg tapezieren die Parteien seit Neujahr ihre Köpfe an die Straßenränder. Ein fraktionsübergreifender Antrag im Stadtrat will unterdessen der hiesigen CSU die Verwendung des Logos "Augsburg 2014" verbieten.
Wahlkampfzeiten sind harte Zeiten. Nicht nur für Volksvertreter. Und am Ende grölt garantiert wieder irgendjemand "An Tagen wie diesen". Da können einem sogar die Toten Hosen leid tun.
Kennen Sie jemanden, der wegen eines Plakats, eines TV-Spots oder eines Schokoriegels seine politische Vorliebe geändert hätte? Ich auch nicht. Und würden nicht etliche Freunde ihre Knete in Werbeagenturen verdienen, man würde ein Verbot dieses Wahnsinns fordern. Jede Partei verschickt – meinetwegen auf Staatskosten – ihr Programm zur aktuellen Wahl an sämtliche Haushalte und gut is.
Vermutlich würde dann allerdings die Wahlbeteiligung komplett abkacken. Klappern gehört zum Handwerk. Und irgendwie erwarten wir das wohl auch, dass unsere Politiker wie Koberer auf der Reeperbahn um unsere Stimmen buhlen. Eine respektvolle Beziehung zwischen Volk und Volksvertreter kann so aber kaum entstehen. Schade eigentlich. (flo)






