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Ein Lob aufs Klo
Heute ist der Welttag der Toilette. Endlich mal ein sinnvoller Welttag. Es gibt so viele dieser Tage, die völlig unsinnig sind, die ihre Existenz nur irgendeiner emsigen Lobbygruppe verdanken. Kostprobe? Gerne. Der Welttag der Feuchtgebiete - wie schmierig, der Welttag des Radios – künstlich komische Moderatoren, na danke, Weltlachtag – hahaha!, Weltlinkshändertag – die restlichen 364 Tage sind dann wohl Rechtshändertage. Fazit: Die allermeisten Welttage kann man das Klo runter spülen.
Womit die Überleitung zu einem der wenigen sympathischen und sinnvollen Welttage schon mal gewuppt wäre. Welttag der Toilette. Das klingt vielleicht etwas unernst, aber man darf sich ruhig mal Zeit nehmen, um über die tiefere Bedeutung der Toilette nachzudenken.
Nehmen wir mal die schöne Umschreibung: Stilles Örtchen. Wo findet man stille Örtchen? Laute Örtchen gibt es überall, stille Örtchen sind Gold wert. Auf dem stillen Örtchen hat uns keiner was zu sagen, auf dem stillen Örtchen sind wir mit uns selbst wunderbar alleine. Dort können wir nachdenken, dort können wir lesen, dort können wir rauchen, oder einfach in der Nase bohren.
Eigentlich müsste man das stille Örtchen richtig liebevoll ausstatten, was viele ja auch tun. Ganze Bibliotheken findet man auf den Toiletten mancher Leute, eine Auswahl guter Zeitungen und Magazine sowieso, mitunter sogar tolle Brettspiele. Ein gutes Buch ist dann wirklich gut, wenn man es gerne und lange auf der Toilette liest. Das sollten sich Lektoren und Chefredakteure mal notieren: Wenn ein Text auf dem Klo überzeugt, dann überzeugt er überall. (me)






