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Vollverschleierung? Für Milliardenaufträge, sehr gern!
Weil sich Besuch angesagt hatte. Besuch aus dem Orient. Von den freundlichen Mullahs aus Teheran um genau zu sein. Und weil die Mullahs nicht nur Milliardenaufträge im Gepäck hatten, sondern auch recht rigide Vorstellungen, was die Zurschaustellung nackter Körper angeht, eben deswegen hat sich die italienische Regierung zur Vollverschleierung entschlossen.
Wenn sie es nicht getan hätten, wäre der iranische Präsident vielleicht so angeekelt von der Nacktheit gewesen, dass er sofort in seinen Flieger zurückgeilt wäre und zum Piloten gesagt hätte: Los, flieg sofort weg, lauter Nackte hier! Unser Geld legen wir lieber wo anders an... fliegen wir nach... nach... Paris!
Der Präsident würde dann also nach Paris fliegen und obwohl die Pariser in den letzten Monaten eher schlechte Erfahrungen mit intoleranten Moslems hatten, würden sie flugs alle Nackten bedecken und wären um ein paar Milliarden reicher.
Das stand den Verantwortlichen in Italien wohl vor Augen. Interessant dürfte übrigens die Debatte werden, wenn es wieder mal um die Vollverschleierung von moslemischen Frauen geht.
Mit welcher Glaubwürdigkeit könnte eine Gesellschaft von einem religiösen Menschen verlangen, dass er sich entschleiert, wenn man selbst seine Kultur im vorauseilenden Gehorsam vor den Augen reicher Strenggläubiger verdeckt? Immerhin handelt die einzelne Muslima aus religiöser Überzeugung, auch wenn man die für mittelalterlich hält. Über die Italiener kann man bestenfalls sagen, dass sie unter Gastfreundschaft die Verleugnung der eigenen Werte verstehen. Was aber schon sehr beschönigend wäre. Gegenüber moslemischen Flüchtlingen, die in Italien unter menschenunwürdigen Bedingungen hausen, ist diese Sensibilität sicher stark weniger ausgeprägt.
Mal sehen, ob die Iraner italienische Staatsgäste im Gegenzug dadurch ehren, dass keine Frau in Teheran einen Schleier tragen muss. Wahrscheinlich nicht. (me)






