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Wissenswertes für das gepflegte Tischgespräch
Die kommenden festlichen Tage im Kreis der Familie werden kommunikativ. Das steht fest. Zumindest für die allermeisten von uns. Oder, na ja, vielleicht ist es doch etwas komplizierter. Vielleicht sollte ich besser sagen: In den kommenden Tagen werden wir immer wieder in Situationen geraten, in denen es uns passieren kann, dass man von uns erwartet, dass wir mit unseren Tischgenossen reden. Ob das dann eine kommunikative Situation sein wird, steht allerdings nicht fest, denn es kann uns ja passieren, dass wir gerade in dieser kommunikativen Lage kommunikativ scheitern. Was normal ist, man kann ja nur dann scheitern, wenn man gefordert wird.
Würden wir unsere Weihnachtstage alleine in einem öden Wäldchen in Lappland feiern, würden wir kommunikativ immerhin nicht scheitern. Das ist das Verteufelte an der ganzen Sache, so geht es einem ein Leben lang. Scheitern hängt eben sehr stark davon ab, was man erreichen will. Nehmen wir an, wir wollen beim Tischgespräch eine gute Figur machen und nicht beim Schweigen in Lappland. Dann ist es von Vorteil, wenn man so etwas wie ein Thema zur Hand hat. Es muss und soll sogar kein zu ernstes Thema sein. Die Flüchtlingsfrage kontrovers zu diskutieren, sollte man sich verkneifen, wenn man eine gute Stimmung erhalten will. Ich weiß, an der Stelle werden manche aufjaulen und mich Biedermeier schimpfen, aber das ist dann eben so.
Am besten ist es, wenn man mit einem überraschenden Faktum beeindrucken kann, das jeder der Anwesenden aus dem Alltag kennt.
Wussten Sie zum Beispiel, wieso der Weihnachtsmann rot-weiß angezogen ist? Weil Nikolaus ein Bischof war? Falsch. Wir wissen nicht, was Nikolaus für Farben trug. Was wir jedoch wissen, ist, dass im Lauf der Jahrhunderte Nikolaus und Knecht Rupprecht immer mehr zu einer Figur verschmolzen. Mitte des 19. Jahrhunderts setzte sich dann langsam das Bild des rundlich gutmütigen Santa Claus durch, der von einem Zeichner ein rot-weißes Kostüm verpasst bekam. Diese Farbgebung griff Coca-Cola 1931 aus naheliegenden Gründen auf und machte Santa Claus zur Werbefigur. Und deswegen sieht unser Weihnachtsmann heute so aus, wie er aussieht.
So, das ist immerhin ein Anfang. (me)






