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Love, Peace & HOIness
Vom 26.-28. Juni findet erstmals auf dem Gelände der Kulturwirtschaft WALDEN ein dreitägiges Open Air statt. Gut 20 Künstler und Bands werden dort zu erleben sein. Wir sprachen mit Veranstalter und Wirt Peter Großhauser.
Wie seid ihr auf die Idee gekommen, in der Pampa ein Festival zu veranstalten?
Als ich 2020 zum ersten Mal dieses Gelände erlebte, war mir sofort klar, dass dieser Platz eine traumhafte Location für ein Open-Air-Festival ist. Unten ist das Lechtal und direkt davor die Schmutter. Das Walden als Gebäude liegt da wie eine Arche am Strand der Eiszeit. Der Platz unter der Eiche ist eine Arena, alles ist eingegrünt und es schreit förmlich nach einer ganz besonderen Veranstaltung.
Mit Monika Nuber und Bernd Spring hast du dir zwei Leute ins Boot geholt, die bei der Organisation und Programmgestaltung eine sehr wesentliche Rolle spielen.
Monika Nuber, selbst Musikerin und Videokünstlerin, war über zehn Jahre im legendären Faust-Studio der Krautrock-Legende Hans Joachim Irmler mit dabei. Sie hat dort u.a. zweimal das KLANGBAD Festival aufleben lassen. Es war eigentlich nur eine Frage der Zeit, dass wir aufeinandertreffen.
Und wie seid ihr aufeinandergeprallt?
Im Frühling letzten Jahres ist Monika zu einer Lesung von Franz Dobler erschienen. Sie hat gleich diesen Spirit hier gespürt, und noch am selben Abend angeboten, das Walden zu unterstützen. Bis zum Sommer hin entwickelte sich der Entschluss, ein Festival gemeinsam durchzuziehen. Sie hat den Antrag für eine Förderung bei der Initiative Musik Festivalförderung beantragt und bewilligt bekommen. Wir haben also eine gewisse Planungssicherheit und können deshalb eine faire Preispolitik anbieten. Bernd Spring ist unser Mann, der sich vor Ort um organisatorische Dinge und Gestaltung kümmert. Er ist selber Musiker, sehr gut vernetzt und Herausgeber das famosen ISIDOR Fanzines.
Das HOI ist gewissermaßen ein Nischenfestival. Nach welchen Kriterien habt ihr eure Acts ausgesucht?
Nische gefällt mir. Es ist ein Festival für neugierige Ohren. Als wir mit dem Booking angefangen haben, hat es sich durch gegenseitige Überschneidungen und unsere jeweiligen Kontakte zu Künstlern fast selbst aufgebaut. Überraschendes trifft auf Utopisches, gemeinsam performen, gegenseitig erleben. Dabei treten Oldschool-Heroes und Newcomer auf. Dass eine Rosa Anschütz gemeinsam mit Kevin Kuhn (Die Nerven) auf der Bühne steht, wird einer der HOI-Momente sein. Auch die regionale Szene ist mit Acts wie Das Format, Dr. Drexler Project oder Rabenbad gut vertreten.
So ein Dreitagesfest bringt auch logistische Herausforderungen mit sich. Wie seid ihr da aufgestellt?
Das Bier darf nicht ausgehen (lacht). Wir haben letztes Jahr den Walden Kulturverein e.V. gegründet und der ist mit an Bord, ohne ehrenamtliche Helfer würde das nicht klappen. Es gibt eine Orga für die Orga und es ist schön, wie sich das alles zu einer Gemeinschaft formt. Wir haben das Festival auf 300 Personen pro Tag limitiert, damit der Wohlfühlfaktor bleibt.
Man kann bei euch kostenlos campen. Wird trotz der musikalischen Vielfalt auch ein Hauch von Woodstock durch die Baumwipfel wehen?
Voll! Unterhalb des Friedhofs kann man sich hinlegen (lacht). Aber im Ernst: Wir haben das alles relativ unkompliziert angelegt, Camping ist gratis, wo Platz ist, kann man zelten. Parkplätze für Autos haben wir an der Schmutter. Man erreicht das Festivalgelände über das Wäldchen. Zusätzlich bieten wir einen Shuttleservice vom Bahnhof ins Walden an.
Was wünscht du dir am Allermeisten außer gutes Wetter?
Love, Peace and Happiness und dass viele sich auf den Weg zu uns machen, und neugierig auf die Erstausgabe des HOI Festivals sind. (ws)
Tickets und Infos gibt es hier: www.waldenkulturwirtschaft.de/hoi






